FC Gütersloh: Aus Hassel wird Osnabrück
Bild: Dünhölter
Von wegen spielfreies Wochenende: Die Liga-Partie gegen den SC Hassel, der sein Team zurückgezogen hat, fällt zwar aus, dafür testet der FCG, hier mit Lars Beuckmann, am Freitag gegen Osnabrück.
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Es sind gute Neuigkeiten für den FC Gütersloh, aber schlechte für den Amateurfußball: Nach dem TSV Marl-Hüls hat mit dem SC Hassel nun der zweite Club seine Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus der Oberliga zurückgezogen. Das kann am Saisonende zur Folge haben, dass es keinen weiteren Absteiger gibt. Der FCG, der am Sonntag in Hassel spielen sollte, hat am Mittwoch kurzerhand einen Test gegen den VfL Osnabrück am Freitagabend vereinbart.

Bleibt es bei zwei Absteigern?

Was das Magazin „Reviersport“ am späten Dienstagabend auf seiner Internetseite verkündete, bestätigte tags darauf Reinhold Spohn auch offiziell: „Ja, es stimmt. Hassel tritt bereits am Sonntag nicht mehr an“, sagte der Staffelleiter der Oberliga Westfalen auf „Glocke“-Anfrage. Wie bereits im Fall des TSV Marl-Hüls, der sein Team im Oktober zurückgezogen hatte, sollen auch in Hassel finanzielle Probleme ausschlaggebend gewesen sein. Schon im November stehen somit gleich zwei Absteiger aus der Oberliga Westfalen fest. Dabei könnte es auch am Saisonende bleiben. Voraussetzung: Es kommen nicht mehr als zwei Teams aus der Regionalliga West runter und aus der Oberliga nehmen zwei Clubs ihr Aufstiegsrecht wahr und erhalten auch die Lizenz für den Start in der Viertklassigkeit.

Vata: „Für uns ändert sich nichts“

Ein Szenario, auf das sich Güterslohs Trainer Fatmir Vata nicht verlassen mag: „Für uns ändert sich nichts. Wir sollten trotzdem zwei Vereine hinter uns lassen.“ Stand jetzt würden aus der Regionalliga tatsächlich nur zwei Mannschaften in die Oberliga Westfalen absteigen: der TuS Erndtebrück als Vorletzter und Westfalia Rhynern als Schlusslicht. Vereine wie die SG Wattenscheid, RW Essen oder auch der SC Verl und der SC Wiedenbrück stehen aktuell zwar nicht in der Gefahrenzone, wären im Zweifel aber ebenfalls Kandidaten. „Ich gehe davon aus, dass es drei Absteiger geben wird, vielleicht auch vier“, so Vata, dessen Handy am Mittwoch kaum stumm blieb.

Anruf aus Osnabrück

Kurz nachdem herauskam, dass der SC Hassel tatsächlich seine Mannschaft zurückzieht und der FCG somit am Sonntag spielfrei hat, rief Lothar Gans, Sportdirektor des VfL Osnabrück, bei Vata an. Der Drittligist hat aufgrund der Länderspielpause am Wochenende ebenfalls kein Pflichtspiel vor der Brust und war noch auf der Suche nach einem Sparringspartner. Der Trainer des FC Gütersloh zögerte nicht lange und sagte zu. „Ein super Gegner für uns“, sagt Vata über das Testspiel, das am Freitagabend um 18.30 Uhr im Heidewald beginnt.

Weitere Reaktionen zum Rückzug des SC Hassel aus der Oberliga sowie zum kurzfristig vereinbarten Testspiel des FC Gütersloh gegen den VfL Osnabrück lesen Sie am Donnerstag, 9. November, in der „Glocke“.

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