FCG mit Ach und Krach ins Halbfinale
Bild: Inderlied
Der Knackpunkt dieses Viertelfinals: Schiedsrichter Ali Senol zeigt Rhedas Niklas von Mutius (r.) Gelb-Rot, seine Mitspieler Damian Ceynowa (v. l.), Kevin Roth, Dennis Heinrich und Favlus Bulut können es ebenfalls nicht fassen. Am Ende setzt sich der FC Gütersloh glücklich mit 4:2 durch.
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Vittorio Lombardi war kaum zu beruhigen. „Das ist Wahnsinn!“, schimpfte Rhedas Trainer kurz nach dem Abpfiff, „wir hätten ganz sicher gewonnen, das war nur diese eine Aktion. So etwas habe ich noch nie erlebt“, fuhr der entrüstete Lombardi außerdem fort. Komplett falsch lag er mit dieser Theorie nicht. Der Knackpunkt dieser Partie ereignete sich in der 48. Minute: Kacper Rak setzte sich auf dem rechten Flügel durch und spielte quer zu Sinan Aygün, der zum 1:2 einschob. Zuvor hatte jedoch Schiedsrichter-Assistent Frederik Jaschinski seine Fahne gehoben, was die FSC-Defensive eindeutig irritierte. Doch der Treffer zählte, was Rhedas Abwehrmann Niklas von Mutius dazu veranlasste, sich beim Unparteiischen Ali Senol zu beschweren. Der wiederum zeigte erst Gelb – und dann Gelb-Rot.

Gütersloh dreht die Partie

Ein übertriebenes Urteil des Schiedsrichters, dem daraufhin das an und für sich faire Spiel komplett entgleiten sollte. Neun weitere Verwarnungen und nochmals Gelb-Rot für Favlus Bulut vom FSC in der Nachspielzeit sprechen eine klare Sprache. Der FC Gütersloh bekam mit dem frühen Anschlusstreffer im Rücken sowie in Überzahl nun die Hoheit über diese Partie. Don Niketta glich aus (65.), erneut Aygün traf zum 2:3 (76.), ehe Orkun Tosun in der 93. Minute mit dem 4:2 alles klarmachte.

„Zu wenig von meiner Mannschaft“

In der ersten Halbzeit ist dem FCG so gut wie nichts gelungen. Und während sich der Favorit von Minute zu Minute immer weiter verzettelte, wurde der FSC Rheda immer stärker und mutiger. Zwei feine Spielzüge führten zur hochverdienten 2:0-Führung: In der 22. Minute schlug Josef Faal einen weiten Ball zu Benedikt Bancroft, dessen erster Schuss von Sebastian Wessel noch pariert wurde, ehe der zweite Versuch saß. In der 35. Minute setzte sich Faal gegen Lars Beuckmann durch, spielte einen Querpass zu Bancroft, der den Ball über die Linie drückte. „Sie haben es uns nicht leicht gemacht in der ersten Halbzeit, aber das war auch zu wenig von meiner Mannschaft“, sagte Güterslohs Trainer Fatmir Vata. Dessen lautstarke Ansprache in der Halbzeit, die auf dem Feld erfolgte, war quer über den Platz zu hören.

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