Für den FSV endet die Erfolgsserie
Bild: Steinecke
Doppelter Frust-Sonntag für Marie Pollmann (Mitte). Bei der 0:2-Niederlage wurde die FSV-Spielerin mit einer gelb-roten Karte vom Platz gestellt und fehlt nun im Derby gegen Bielefeld.
Bild: Steinecke

Die Gütersloherinnen stehen nun auf dem dritten Platz, während Arminia Bielefeld den ersten Rang erobert hat. Bitter für Marie Pollmann. Die FSV-Spielerin wird nach ihrer gelb-roten Karte (85.) im Derby gegen Bielefeld am kommenden Sonntag fehlen. Nach der gelben Karte wegen Haltens hatte Schiedsrichterin Isabel Steinke Pollmann vom Platz geschickt, als sie mit einem „hohen Bein“ ihre Gegenspielerin verletzte. „Sie hat sie ja nicht kommen sehen“, sagte VfL-Trainer Saban Uzun, der die Strafe als zu hart befand. „Sehr ärgerlich, aber der Schiedsrichter hat entschieden“, sagte Pollmann.

„Da haben sie uns überlaufen“

Die Niederlage fand Pollmann dagegen verdient. Besonders beim Betrachten der zweiten Halbzeit. „Da haben sie uns überlaufen“, so Pollmann. Gerade beim 0:1 (63.) war das der Fall. Beim Konter der Gäste schalteten die FSV-Frauen nicht schnell genug um. So hatte die Wolfsburgerin Samantha Steuerwald auf der rechten Seite genügend Freiraum, den Ball auf die unbewachte Leonie Stenzel zu flanken, die sich bei der Einladung nicht zweimal bitten ließ. Das 0:2 (71.) verlief dann spiegelverkehrt. Angriff über die linke Seite und Birel Adigo verwandelt die Vorlage auf der rechten Seite. „Wir wussten ja, dass es schwer gegen Wolfsburg wird. Aber vielleicht waren wir spielerisch heute nicht so gut“, sagte Hainke hinterher. Und vielleicht spürte die Mannschaft auch ein wenig den Druck, die Tabellenspitze verteidigen zu wollen.

Zu überhastet und zu kompliziert

Auf jeden Fall reagierte die Trainerin bei einer VfL-Chance (23.) ungewöhnlich emotional. „Bleib ruhig Britta“, kam es von ihrem Betreuerstab. Auf der anderen Seite vergaben die Gütersloherinnen ihre Chancen überhastet oder sie spielten zu kompliziert. Shpresa Aradini verfehlte mit ihrem Distanzschuss das leere Tor (18.) und scheiterte in der 44. Minute. Josephine Giard hätte es in der 35. Minute, nachdem sie die VfL-Torhüterin hinter sich gelassen hatte, besser selber versucht, statt den Ball quer zu legen. Und in der 61. Minute drosch Melanie Ott den Ball aus bester Position über das Tor.

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