Geschenke erhalten die Freundschaft
Endlich: Damir Ivancicevic (vorn) trifft. Elf Minuten später fällt allerdings auch der Ausgleich in Herne.

Denn beim 1:1 gestern in Herne verließ man Wanne-Eickels Mondschein-Palast, wie man gekommen war - in Freundschaft. Und ein bisschen Frieden.

Man teilt halt, wo es nötig ist: Herne gehörte die Dominanz und das etwas druckvollere Spiel, RW Ahlen behielt die Chancen-Mehrheit für sich. Ohne die Gelbgesperrten Perschmann, Özkara und Meschede, dafür mit Zengin als einzigem „Sechser“ gegen Hernes Torjäger Fatmir Ferati, den „Kreativen“ (so Albayrak) Grodowski und Ivancicevic davor und Mustapha in der Abwehrkette überzeugte ein neu zusammengewürfeltes Ahlen auch im Abwehrkampf.

Dennoch reichte es nicht für die ganzen drei Punkte. Spätestens als Damir Ivancicevic eine geschenkte Flanke von Karaca ins leere Tor abstaubte (73.), hätten die Gäste den Sieg festhalten müssen, aber die Westfalia konterte mit dem Mut der Verzweiflung, legte noch eine Schüppe drauf – und hatte endlich auch einmal Erfolg: Mützel steht sieben Minuten vor Schluss passend am langen Pfosten und vollstreckt auf Mustaphas Seite einen langen Ball zum 1:1.

 „Das alte Dilemma“, seufzt Albayrak. „Wir belohnen uns nicht.“ Dabei hatten die Ahlener bei einem puren Kampfspiel auf eher überschaubarem Niveau durchaus die Möglichkeiten, auch die Freundschaft zu „Knappi“ auf eine harte Probe zu stellen.

Allein Yilmaz hatte in der Sturmzentrale drei große Chancen, die zweimal Hernes Keeper parierte (26./57.), einmal das Aluminium, als der Kapitän aus der Distanz das Leder an die Unterkante Latte prügelte (42.). Dazu noch ein Versuch Grodowskis, der sich durchtankte, aber frei stehend daneben traf und Karacas Chance, der nach dem 1:0 ebenfalls am Torwart scheiterte.

 „Na ja“, sagt Albayrak. „Immerhin, wir spielen in der Liga immer noch mit.“ Und die Bruderschaft der Trainer hat auch kaum gelitten. Hatten doch alle was davon.

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