Grundmann geht: „Ich will nicht mehr“
Nicht mehr der Mühe wert: Timo Grundmann kündigt beim Kreisligisten in Lippborg.

 Dazu kam mangelnde Beteiligung beim VfJ. Mit wehenden Fahnen war Grundmann beim VfJ angetreten, wollte auf jeden Fall nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Vier Monate später steht der VfJ auf Platz 16, schaffte fünf Punkte aus 13 Spielen.

„Wir haben vor der Saison acht Leute geholt, sechs davon sind schon wieder weg“, sagt Grundmann. „Dadurch fällt ein Riesenteil zusammen, aber ich kann den Jungs auch nur vor den Kopf gucken“, so der Übungsleiter, der eigentlich einige Spieler bereits im Juniorenbereich trainiert und da als äußerst zuverlässig kennengelernt hatte. Nun hat er die Nase gestrichen voll.

„Ich will nicht mehr. Eigentlich wollte ich vor dieser Saison nach 21 Jahren schon aufhören“, sagt er. Jetzt will er endgültig mehr mit der Familie machen. Zu oft musste Grundmann sich aufregen, als dass es die Mühe noch wert war. „Mit der Unterstützung, die ich hatte, war ich absolut nicht zufrieden. Ich habe alles selbst gemacht. Ich habe mich unter anderem um Spielerverpflichtungen und auch das Trainingslager gekümmert. Wenn von der Mannschaft und vom Betreuerstab nichts zurückkommt, verlierst du irgendwann die Lust“, seufzt Grundmann.

Die Unterstützung des Vorstandes sei gut gewesen, die der Mannschaft aber mindestens verbesserungswürdig. „Zu viele Spieler der ersten Mannschaft waren unzuverlässig“, kritisierte er. „Das war mir zu wenig leistungsorientiert.“

Die Akteure, die nach der Auflösung der zweiten Mannschaft zwei Klassen nach oben gestiegen sind, nahm er ausdrücklich von der Kritik aus. Doch wurde es qualitativ dünn, da von acht geplanten Zugängen am Ende eben nur noch zwei da waren, und auch die drei Kapitäne Tom Hegner, Marcel Maduch und Matthias Steinhoff wegen Verletzungen länger ausfielen als spielen konnten.

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