„Heiß“ auf einen Spitzentanz
Torjäger und Defensivstratege: Rouven Meschede (l.) gehört nicht nur seit dem schönen Treffer gegen Gütersloh auch gegen Kaan-Marienborn zu den verlässlichen Leistungsträgern im Team.

„Endlich kommt jetzt wieder ein Team von ganz oben“, will Erhan Albayrak am Sonntag beweisen, dass die letzten sechs Punkte in Serie ganz allein und völlig zu recht verdient wurden. „Die Jungs sind richtig heiß drauf“, verspricht der Trainer einen echten Spitzentanz, wenn der FC Kaan-Marienborn anreist.

Der Mit-Tabellenführer ist nicht nur seit sechs Partien ungeschlagen, sondern bietet bei nur sieben Gegentreffern nach hinten raus auch eine dicke Betonwand an, an der sich Ahlens neu erwachte Stürmer mal so richtig austoben dürfen. Wenn sie es denn können.

 „Eigentlich ist es mir völlig egal, wer die Tore macht“, lächelt Albayrak, ganz der Pragmatiker. Aber auch er weiß, dass sein Team unberechenbarer wird, je mehr Spieler gefährlich sind. Und dass da am Sonntag ein echter Härtetest wartet, hat er auch schon herausbekommen.

 „Ähnlich wie wir: hinten deutsche Hünen, vorne eher südlich und schnell“, hat er Respekt vor der Mischung des Oberliga-Topteams. Andererseits: Albayrak kann sich sogar leisten, ein, zwei Spieler auf die Tribüne zu setzen, denn 20 Mann haben sich gesund gemeldet, sogar Emre Karaca und Roman Zengin schnüren wieder die Stiefel.

 Top besetzt also, völlig egal, ob „Emma“ Apler nun weg ist oder nicht. „Ich beschäftige mich gar nicht mehr mit diesem Spieler“, macht das für den Trainer keinen Unterschied, Apler hatte bislang sowieso nicht die allertragendste Rolle gespielt. Davon also ist es am wenigsten abhängig, ob der große Wurf gelingt.

„Wir haben jetzt die Chance, ein bisschen schon mal oben reinzuschnuppern“, kitzelt Albayrak den Ehrgeiz seiner Crew, die jetzt – am 8. Spieltag – endlich beweisen muss, dass der Fehlstart nur ein bedauerlicher Unfall war. Noch ist Zeit.

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