Kampf, viele Chancen, aber keine Tore
Bild: Dünhölter
Emotionen pur: Das Derby zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl war von hoher Leidenschaft geprägt. Bestes Beispiel: diese Unterhaltung zwischen SCW-Angreifer Aygün Yildirim (v. l.) und den Verler Verteidigern Julian Stöckner und Julian Schmidt.
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Als Wiedenbrücks Angreifer Aygün Yildirim in der 85. Minute auch noch die letzte dicke Chance dieser Partie vergab, sein Schuss aus elf Metern flog über das Tor, begruben wohl auch die letzten Optimisten ihre Hoffnungen, dass in diesem Kreisderby noch ein Treffer fallen würde. Dennoch: Dieses Duell zwischen SCW und SC Verl erfüllte die Erwartungen voll und ganz. Von Beginn an wog das Spiel hin und her, im ersten Durchgang hatte Verl leichte Vorteile, nach der Pause war Wiedenbrück am Drücker – das Unentschieden ging nach packenden 90 Minuten voll in Ordnung.

Patrick Kurzen mit der ersten Chance

Die erste gute Gelegenheit der Partie hatte Verls Flügelflitzer Patrick Kurzen, er scheiterte in der zehnten Minute jedoch an SCW-Schlussmann Hölscher. Vier Minuten später: Die Gäste setzen einen starken Angriff über Kurt, Liehr und schließlich Viktor Maier, dessen Schuss das Wiedenbrücker Tor knapp verfehlt. Der Auftakt gehörte eindeutig dem Team von der Poststraße, während der SCW etwas Anlauf benötigte, dann aber – nach etwa 25 Minuten – ebenfalls aufs Gaspedal drückte. Die beste Chance hatte Yildirim, nachdem Batarilo gut durchgesteckt hatte, doch sein Versuch geriet etwas zu lasch, Verls Torwart Robin Brüseke parierte problemlos (30.). Kurz vor dem Seitenwechsel wurden auch die Gäste noch einmal gefährlich, doch zunächst scheiterte Maier per Kopfball (39.), dann rettete Hölscher mit den Fingerspitzen gegen den plötzlich frei vor ihm aufgetauchten Mehmet Kurt (43.).

„Aggressiver zugestellt“

„Nach der Pause haben wir dann etwas aggressiver zugestellt, so konnte Verl nicht mehr so gut aufbauen“, erklärte SCW-Trainer Björn Mehnert nach der Partie, wie es seinem Team im zweiten Durchgang gelang, die Kontrolle zu übernehmen. In der immer hitziger werdenden Partie setzte fortan nur noch Wiedenbrück offensive Akzente. Nach starkem Antritt von Maier legte Batarilo zu Yildirim quer, der aus kurzer Distanz danebenschoss (51.). In der 71. Minute warf sich Julian Stöckner in einen Versuch von Yildirim – eine Glanztat des Verler Innenverteidigers. Sieben Minuten vor dem Ende forderte ganz Wiedenbrück einen Foulelfmeter, nachdem Batarilo nach einem Zweikampf mit Stöckner im Strafraum zu Boden ging. Die Pfeife von Schiedsrichter Jörn Schäfer blieb jedoch stumm, und im Spiel blieb es beim 0:0. Nicht ganz folgerichtig, aber gerecht.

Weitere Hintergründe und Reaktionen zum Regionalliga-Derby zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl lesen Sie am Samstag, 4. November, in der „Glocke“.

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