Keine Ahlener Geschenke zum Vata-Tag
In der Pflicht: Auch Neuzugang Engjell „Angel“ Hoti darf jetzt gern mal das Tor treffen, denkt der Ahlener Trainer. Allein schon, um Cihan Yilmaz zu entlasten.

Der Trainer RW Ahlens und sein Gütersloher Kollege Fatmir Vata waren schließlich mal gemeinsam Aufstiegshelden: In der Saison 2001/02 stieg das Duo Infernale mit Arminia Bielefeld in die Bundesliga auf. Erfolge verbinden, sicher, aber die Oberliga trennt wieder.

 „Ich freu mich auf ihn“, will Albayrak gern Erinnerungen auffrischen. Aber erst die Arbeit, und die besteht darin, dem Vata und seinen Güterslohern im Heidewald so richtig auf die Stiefel zu treten. Nehmen ist an diesem besonderen Vata-Tag seliger denn geben.

Beide brauchen die Punkte, dabei reist Ahlen mit dem Schwung des ersten Saisonsieges an, der FCG wartet aber mit dem 0:6-Rückschlag in Siegen auf. „Ach, ich glaub nicht an irgendeinen psychologischen Vorteil deshalb“, winkt Ahlens Trainer ab. „Die Tagesform entscheidet das.“

Das sieht sein alter Kumpel aus glanzvollen Tagen aber anders: „Neben Innenverteidiger Lars Beuckmann fallen auch Saban Kaptan und Matthäus Wieckowicz aus“, befürchtet Vata, dass ihn bis Sonntag noch eine weitere Absage ereilen wird: „Lars Schröder ist ebenfalls angeschlagen, zu 90 Prozent wird er nicht spielen können.“ Und so setzt der Gütersloher Trainer eher auf eine defensive Spielanlage und lauert auf Konter.

Bei allen Vorschusslorbeeren, Tore machen muss RW Ahlen dennoch. Aber da hakt es gewaltig. Albayrak nimmt deshalb seine Stürmer Hoti, Ota, Abdallah und Ivancicevic erneut in die Pflicht. „Die müssen jetzt auch mal kreativer und gefährlich sein. Es kann nicht sein, dass alles Yilmaz allein machen muss“, weiß der Trainer, dass sein Spielmacher schnell „brachial ausgeschaltet werden“ könnte. Und dann? Nun, Zengin kehrt zurück ins Team und könnte den freien Platz von Sadula einnehmen. Das muss Albayrak personell reichen, um das Ehemaligen-Treffen für sich zu entscheiden. Also wirklich, bei aller Liebe.

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