Lette: Willkommen bei den Nachbarn
Willkommen in der Nachbarschaft: Der VfB Lette, hier mit Nils Meisterernst, will sich lieber mit Sünninghausen, Oelde oder Stromberg messen, als mit den Ostwestfalen.

 „Die Versammlung, auf der darüber entschieden wird, ist erst in der nächsten Woche“, erzählt Lettes Fußballabteilungsleiter Hendrik Lanwehr: „Ich bin aber davon überzeugt, dass das klappt.“ Der kleinste Kreis Westfalens würde dann sein neuestes Mitglied begrüßen.

Doch warum will der VfB den Wechsel überhaupt? Sportlich gab es am Kreis Gütersloh doch eigentlich nichts auszusetzen. „Die Idee dazu existiert schon länger und kommt aus unserem Nachwuchsbereich“, klärt Lanwehr auf: „Die Jungs wollten auch mal gegen ihre Schulkameraden spielen. Die haben halt einfach mehr Kontakte nach Oelde, Sünninghausen und Stromberg.“

Die Seniorenmannschaften sehen das ähnlich, schließlich haben Duelle mit den Ortsnachbarn einen ganz anderen Reiz als Spiele kurz vor Bielefeld. „Das Zuschauerinteresse ist dann auch einfach höher“, so Lanwehr, der aber auch weiß, dass der VfB als B-Ligist erstmal nicht auf die städtische Konkurrenz trifft: „Aber bald wollen wir schon hoch in die Kreisliga A.“

 Außerdem will der VfB mit dem Wechsel auf der sicheren Seite stehen, sollte es doch irgendwann einmal dazu kommen, das der heimische Fußballkreis an den politischen Kreis Warendorf angepasst wird. „Das steht aktuell zwar noch in den Sternen, dieses Thema kommt jedoch alle zwei Jahre wieder auf“, meint der Abteilungsleiter.

 Wie groß die sportlichen Unterschiede zwischen den Kreisen Gütersloh und Beckum ist, kann Lanwehr allerdings noch nicht einschätzen. „Allein schon durch die Größe ist Beckum natürlich etwas schwächer, schließlich gibt es hier nur halb so viele Vereine“, erzählt er: „Doch erstmal muss Fußball gespielt werden, dann wird man es ja sehen, ob es einen Unterschied gibt.“

 Aber eigentlich ist das doch auch egal, schließlich würde der VfB Lette den Kreis Beckum auch jenseits des Platzes auf jeden Fall bereichern. Und das ist das, was doch wirklich zählt.

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