Neuer Tiefpunkt ist bei der WSU erreicht
Bild: Havelt
Bei der WSU, hier mit Laurence Wacker (r.) ging gar nichts.
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Zwar hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen, das schien aber schon nach 79 Sekunden wie weggewischt. Nach einer Ecke traf nämlich Nika Amoev per Flachschuss zum 0:1. Kein Wunder, dass da die Verunsicherung nicht nur zurückkehrte, sondern sichtlich noch größer wurde.

Vielleicht hätte ja der mögliche Ausgleich in der 13. Minute etwas verändert, als Julian Gösling die einzige Chance der Gastgeber vergab und knapp am langen Eck vorbei schoss. So blieben die Warendorfer in der Folge aber alles schuldig.

Ein geordneter Spielaufbau war schon deshalb nicht möglich, weil zu viele Annahme- und Abspielfehler passierten. Die Emsstädter waren völlig von der Rolle, es ging einfach gar nichts. Und da auch keiner die Verantwortung auf dem Platz übernahm und in die Führungsrolle schlüpfen wollte, spielte das Team völlig kopflos.

Rhynerns A-Jugend der vergangenen Saison – alle Spieler sind Jahrgang 1998 und 97 – hatte es leicht. Zwar dauerte es bis zur 77. Minute bis zum 0:2, in Gefahr waren die Gäste aber nie. Am Ende legten sie noch das 0:3 (86.) drauf.

Die WSU blieb jeden Beweis ihrer Ligatauglichkeit schuldig. Die Mannschaft spielte wie ein Absteiger. Oder noch schlimmer: Wie ein Absteiger, dem man einfach auch die Wende nicht mehr zutraut. Das Spiel warf die Frage auf, wie es denn besser werden könnte. Ein Antwort fällt schwer und konnte bisher sicher nicht gefunden werden. Eins steht jedenfalls fest und könnte zumindest ein minimaler Trost sein. Es kann nur noch besser werden, den schlechter kann diese Mannschaft wohl kaum noch spielen. Jeder Einzelne hat deutlich mehr Potenzial, als er auch nur ansatzweise abrief.

Trainer Johannes Zurfähr wollte sich, durchaus verständlich, nicht äußern. „Das war kollektiv zu wenig“, sagte Co Christian Gerdhenrich und traf den Punkt.

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