RWA holt die absolute Mehrheit
So macht Körperpflege Spaß: Die Duschen im Heidewald werden nach dem 5:0 gegen den FC Gütersloh zur Partyzone. „Wir sind angekommen!“, sagt Engjell Hoti – Ahlens Stürmer treffen wieder.

 Denn die OfA, die „Offensive für Ahlen“, entschied das Rennen so leichten Fußes, als hätte es nie eine Gegenpartei gegeben. Was beim grandiosen 5:0 gestern im Heidewald ja auch fast so stimmte. Der FCG schlitterte nämlich ohne Leistungsträger wie Saban Kaptan oder Lars Beuckmann mit jetzt elf Gegentoren in zwei Spielen weiter talwärts und leistete sich völlig verunsichert vor allem in der Defensive eklatante Patzer.

 „Das wollten wir brutal ausnutzen und haben uns belohnt“, hatte Trainer Albayrak kein Mitleid mit seinem alten Kumpel Fatmir Vata. setzte auf Druck, Druck und noch einmal Druck und investierte alles in seine Abteilung Attacke, die dringend Selbstvertrauen brauchte.

Es war beim zweiten Sieg in Folge die richtige Wahl, wie sich schon nach vier Minuten herausstellte. Mit den Toren von Meschede (Kopfball-Verlängerung Özkara) und einem Foulelfmeter von Yilmaz, der als Gefoulter selbst verwandelte, war der einseitige Wahlkampf schnell entschieden. Als dann noch Abdallah im Solo zum 3:0 einnetzte (23.), zeigte sich, dass sich endlich auch die oft so gescholtene Offensive endlich freischießen durfte.

 Aber noch ein Wackelkandidat zeigte Größe. Torwart Azmir Alisic parierte dreimal gegen Flasskamp, Aygün und Cesarek ganz hervoragend, kurz nach der Pause rettete auch Perschmann auf der Linie – dennoch: Gütersloh kam nie für eine Aufholjagd in Frage, zu überlegen und ungestört zog Ahlen sein Spiel auf, das im Anschluss komplett auf den Angriff ausgelegt wurde.

Mit Ivancicevic, Temur und Ota wechselte Albayrak, die Gunst der Stunde nutzend, komplett offensiv. Und wenn die Gäste nun auch mehr auf Konter lauerten, fiel die FC-Niederlage noch schmeichelhaft aus. Erstmals Hoti (52.) und tatsächlich endlich auch Ivancicevic (84.) – beide Male im Zusammenspiel mit Yilmaz – schraubte der Ahlener Sturm den Deckel drauf. Er kann es also doch noch. „Wir sind in der Oberliga angekommen“, nickte Engjell Hoti danach. Stärkste Partei am Sonntag also; ob es zum Regieren reicht, bleibt abzuwarten.

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