Reifeprüfung für die Führungsrolle
Opfer der gelben Gefahr: Phillip Grodowski (l.) muss nach der fünften Verwarnung pausieren. Aber sein Trainer sorgt sich nicht: „Auf der Sechs haben wir kein Problem.“

Und allein deswegen ist Hinfallen beim Liga-Zweiten besser keine Option. Im Rennen um die Spitzengruppe ist RW Ahlen nämlich schon so oft hingepurzelt, dass es vielleicht irgendwann einfach keine Lust mehr hat, wieder aufzustehen.

Dabei ist der Auftritt im Aplerbecker Waldstadion des ASC 09 Dortmund noch extra fatal, denn hier zeigt sich, ob Ahlen die viel beschworene Reife für eine Führungsrolle in der Liga hat. Oder eben nicht. „Das wird ein echtes Kampfspiel auf tiefem Boden“, erwartet Albayrak ein beinhartes Match im Matsch, das man diesmal nicht so hergeben darf wie die Duelle gegen Schalke (0:1) oder Herne (1:1).

„Die Spiele werden eben immer weniger“, zählt der Trainer die schwindenden Chancen auf Punktgewinne ab. Die Zeit läuft ... Die Voraussetzungen sind klar: Während die Offensive ihre Möglichkeiten vielleicht ein kleines bisschen effektiver nutzen müsste („Die Chancen kriegen wir schon, nur nutzen müssen wir sie“), hat die Abwehr vor allem das torgeile ASC-Duo Maximilian Podehl (10 Treffer) und Kevin Brümmer (9) zu blocken.

Dafür sind fast alle wieder zurück im Kader. Dass nur Phillip Grodowki diesmal gesperrt fehlt, macht seinem Übungsleiter keinen Kopf. „Wir haben noch Meschede, Witt oder Zengin, auf der Sechs mach ich mir keine Sorgen“, sagt Albayrak, der viel mehr Bedenken hat, dass man sich bei einer Niederlage vorzeitig die Verfolgerrolle abschminken könnte.

Auf zwei Punkte an den Oberliga-Zweiten heranzurücken ist nämlich deutlich motivierender als erneut auf die Nase zu fallen.

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