SC Verl stößt in Köln den Bock endlich um
Endlich: Nach Vorarbeit von Patrick Kurzen (r.) hat Jan Lukas Liehr mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand gestern Abend am Rhein den ersten Saisonsieg des SC Verl perfekt gemacht.

 „Das war ein Sieg des gesamten Teams“, atmete SCV-Trainer Guerino Capretti tief durch. „Endlich haben sich die Jungs belohnt. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein gutes Spiel, da haben wir mit unseren Kontern immer wieder Nadelstiche gesetzt.“

 Auch Kapitän Julian Schmidt lobte den Verler Auftritt: „Wir haben wie gegen Uerdingen gut verteidigt und Köln kaum ins Spiel kommen lassen.“

Im Vergleich zum torlosen Remis gegen den KFC Uerdingen stellte Capretti auf drei Positionen um. Für den verletzten Cihan Özkara, der mit Knieproblemen wohl auch das Heimspiel gegen den Bonner SC am Samstag verpassen wird, stürmte Gianluca Marzullo. Da Jannik Schröder wegen seiner fünften „Gelben“ zuschauen musste, übernahm Daniel Mikic den Part auf der Doppelsechs an der Seite von Bastian Müller. Und für Patrick Kurzen spielte Jan Lukas Liehr auf dem rechten offensiven Flügel an.

Bei den „kleinen Geißböcken“ wirkten mit Pawel Olkowski, Joao Queiros, Sehrou Guirassy, Tim Handwerker und Torwart Sven Müller immerhin fünf Leihgaben aus dem Profikader mit.

Die beste Chance des ersten Durchgangs notierten allerdings die Amateure aus Ostwestfalen: Marzullo köpfte in der fünften Minute eine Rechtsflanke von Patrick Choroba gegen den linken Pfosten. Den Abpraller konnte Viktor Maier nicht verwerten. Geschickt machte Verl im Franz-Kremer-Stadion die Räume eng. Und war die Abwehr einmal unaufmerksam, so kratzte Torwart Robin Brüseke den Distanzkracher von Handwerker noch aus dem Winkel (37.).

Auch nach dem Seitenwechsel gab bis auf eine zehnminütige Phase Verl den Ton an. Erstmals an den Sieg glauben durfte der SCV-Tross in der 72. Minute, als Zlatko Muhovic am schnellsten schaltete und eine Kopfball-Kerze von Julian Schmidt über die Linie drückte. Letzte Zweifel räumte dann Jan Lukas Liehr mit seinem Treffer zum 2:0 nach Vorarbeit von Patrick Kurzen aus (88.).

Kleiner Wermutstrophen: der eingewechselte Matthias Haeder musste mit Wadenproblemen wieder ausgewechselt werden.

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