SCV-Chef Bertels macht Kampfansage
Bild: Dünhölter
Der Aufwärtstrend der vergangenen Monate lässt SC Verls Vorsitzenden Raimund Bertels mutig werden: Er möchte in ein paar Jahren um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen.
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 Entsprechend harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung im Hotel Altdeutsche am Sonntagvormittag. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl heute“, leitete Vorsitzender Raimund Bertels seinen Jahresbericht daher ein.

Vor einem Jahr sah Bertels noch „Gewitterwolken“, die sich über dem SCV zusammenbrauten angesichts eines Defizits von 80 000 Euro in der Bilanz. „Auch sportlich zeigte die Kurve in den Keller“, so Bertels. Die mahnenden Worte des Vereinschefs stießen offensichtlich auf fruchtbaren Boden. „Wir sind jetzt finanziell auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt“, griff Bertels dem Bericht des zweiten Vorsitzenden Hans Katzwinkel vor, der den verhinderten Schatzmeister Hans Josef Pähler vertrat.

Gesamteinnahmen von 1,680 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016/17 standen Ausgaben von 1,688 Mio. Euro gegenüber. Darin enthalten ist auch die Stadion-Abschreibung in Höhe von 50 000 Euro. Unterm Strich ergibt dies ein bilanzielles Defizit von 7800 Euro.

 Sparsames Haushalten lautet die Devise beim SC Verl. Deshalb leistet sich der Verein auch keinen hauptamtlichen Hausmeister mehr fürs Stadion, sondern verteilt die anfallenden Arbeiten lieber auf ehrenamtliche Schultern.

 Fehlgeschlagen ist hingegen der Versuch, Ehrenamtler auch beim Sicherheitsdienst an Spieltagen einzusetzen. Lediglich ein Freiwilliger sei dem Aufruf gefolgt, so Katzwinkel.

Mit dem Rückenwind durch den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg macht Raimund Bertels eine Kampfansage. Da das Stadion fertig sei, der Zuschauerschnitt nahezu verdoppelt wurde, die Mannschaft stärker besetzt sei als vergangene Saison, „sind wir in der Lage, etwas Größeres zu erreichen“, möchte Bertels mit der Unterstützung von noch mehr Sponsoren zum Angriff in der Regionalliga blasen: „In ein oder zwei Jahren wollen wir um die ersten sechs Plätze mitspielen. Und dann in ein paar Jahren vielleicht den Aufstieg in die 3. Liga in Angriff nehmen.

Weshalb auch nicht. Für unsere Flutlicht- und Stadionpläne sind wir vor Jahren belächelt worden, doch es hat geklappt. Stillstand gibt es beim SC Verl nicht.“

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