SCV strahlt im Kellerduell kaum Torgefahr aus
Bild: Dünhölter
Zu wenig Durchschlagskraft entwickelten Viktor Maier (Mitte) und der SC Verl gestern Abend im Duell mit dem punktgleichen Aufsteiger aus Wegberg-Beeck.
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Allerdings boten die Hausherren, bei denen Benjamin Kolodzig auf der Doppelsechs den verletzten Jannick Schröder vertrat, vor allem im ersten Durchgang viel zu wenig an, um für einen dreifachen Punktgewinn überhaupt in Frage zu kommen.

Die Gäste vom Niederrhein überzeugten mit einer aufmerksamen, gut verschiebenden Defensive, die Verls Angriffe gar nicht erst gefährlich werden ließ. Spätestens am Sechzehner war Endstation für die Schwarz-Weißen. Die beste Chance des ersten Durchgangs bot sich dagegen dem Aufsteiger in der 28. Minute, als Shpend Hasani halbinks aus 18 Metern abzog und SCV-Kapitän Julian Schmidt das Leder gefährlich abfälschte. Doch Torwart Robin Brüseke lenkte den Ball mit tollem Reflex über die Latte.

„In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Bälle verloren“, kritisierte SCV-Trainer Guerino Capretti, zu selten sei seine Mannschaft überhaupt torgefährlich geworden. „Dafür standen wir in der Defensive gut und haben nur wenig zugelassen“, fügte Verls Kapitän Julian Schmidt hinzu.

Nach dem Seitenwechsel zeigten zwar beide Mannschaften eine engagiertere Offensivleistung, doch mit Vorteilen für die Gäste. Ein abgefälschter Wilms-Schuss klatschte aus 30 Metern an den linken Pfosten (71.), Shpend Hasani ließ Julian Stöckner und Julian Schmidt aussteigen, doch er verzog knapp (84.).

Auch die Einwechslung von Flügelspieler Patrick Kurzen für Kolodzig und Stürmer Cihan Özkara für den blassen Marzullo nach gut einer Stunde zeigte zunächst keine Wirkung. Erst drei Minuten vor dem Schlusspfiff tauchte Kurzen gefährlich vor dem Gästetor auf, setzte seinen 20-m-Schuss aber über die Latte. Es war der erste ernsthafte Verler Torschuss der gesamten Partie.

Nichtsdestotrotz sprach Guerino Capretti von einem „präsenten und dominanten“ Auftritt seiner Mannschaft, „daher hätten wir das Tor machen müssen. Aber wir sind zu spät gefährlich geworden“. So blieb es beim letztlich enttäuschenden Remis. „Mit dem einen Punkt können wir nicht zufrieden sein“, haderte Julian Schmidt mit dem Ergebnis. Seine Erklärung für die gestern Abend harmlose Offensive der Schwarz-Weißen: „Uns fehlte im Spiel nach vorne das Überraschungsmoment.“

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