SCW und Verl siegen: Derby kann kommen
Bild: Dünhölter
Gute Laune beim SC Wiedenbrück: Aygün Yildirim (v.l.), Yannick Geisler und Viktor Maier bejubeln den souveränen 2:0-Heimsieg gegen Wuppertal.
Bild: Dünhölter

Das war eine souveräne Angelegenheit: Gegen einen über weite Strecken ziemlich blassen Wuppertaler SV, dem das 3:6 gegen Kölns Amateure vom vergangenen Dienstag noch sichtlich in den Beinen und den Köpfen steckte, gelang dem SC Wiedenbrück vor 695 Zuschauern ein 2:0-Heimsieg. „Heute hat die ganze Gruppe von Nummer 1 bis 18 funktioniert“, sagte SCW-Trainer Björn Mehnert anschließend. Stürmer Aygün Yildirim, ausnahmsweise mal ohne Torerfolg, dafür jedoch mit großer Leidenschaft und Laufleistung, stellte treffend fest: „Wuppertal ist spielerisch mit uns auf Augenhöhe, aber wir hatten den größeren Willen.“

SCW mit der besseren Spielanlage

Im ersten Durchgang war das Geschehen noch ausgeglichen, wobei der SC Wiedenbrück bereits jetzt die bessere Spielanlage vorweisen konnte. Die erste dicke Möglichkeit hatte Stipe Batarilo in der fünften Minute, sein Freistoß knallte jedoch über den verdutzten Wuppertaler Torwart Joshua Mroß hinweg an die Latte. In der 37. Minute verfehlte Robin Twyrdy per Kopfball sein Ziel, ehe drei Minuten vor dem Seitenwechsel die Gäste zum ersten und zum letzten Mal an diesem Nachmittag wirklich gefährlich wurden: Nach Vorlage von Duschke köpfte Angreifer Christopher Kramer an den Pfosten.

Erst Zech, dann Maier

Die zweite Hälfte ging schließlich eindeutig an die Hausherren, was auch damit zu tun hatte, dass dem SCW bereits in der 48. Minute die Führung gelang. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Peter Schmetz zog Oliver Zech per Direktabnahme einfach mal ab - und traf ins Schwarze. Drei Minuten später: Nach einer Flanke des starken Rechtsverteidigers Jeffrey Volkmer scheiterte Yildirim mit einem Kopfball an Torwart Mroß. Doch in der 58. Minute klappte es mit dem 2:0: Nach einer Flanke von Necirwan Mohammad hielt Viktor Maier am langen Pfosten den Kopf hin. Von einem Wuppertaler Aufbäumen war anschließend wenig bis nichts zu sehen, so brachte Wiedenbrück den Heimsieg gefahrlos über die Zeit. Verdienter Lohn: der Sprung auf Tabellenplatz vier.

SC Verl gnadenlos effektiv

Der SC Verl blieb auch bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach in der Erfolgsspur. „Das war eine absolute Mammutaufgabe“, sagte Trainer Guerino Capretti nach dem 3:0-Auswärtssieg. Und weiter: „Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen würden. Aber die haben wir sehr gut genutzt.“ Das kann man eindeutig so unterschrieben, denn Verl präsentierte sich bei der zuletzt etwas ins Schwächeln geratenen Borussia gnadenlos effektiv. Während den Gastgebern bereits im ersten Durchgang eher wenig einfiel, reichte dem Sportclub eine Chance zur Führung: Nach Doppelpass mit Patrick Kurzen traf Viktor Maier bereits in der achten Minute zum 1:0.

Kurzen per Kopf zur Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nur wenig. Mönchengladbach tat sich in Sachen Spielaufbau weiterhin arg schwer, während Verl diszipliniert stand und geduldig auf seine Möglichkeiten wartete. Mit Erfolg: In der 57. Minute steckte Maier zu Zlatko Muhovic durch, der gekonnt vollendete. Nur acht Minuten später: Nach einem Maier-Freistoß köpfte Kurzen zum 3:0 und damit auch zur Entscheidung ein. Durch diesen Erfolg verbesserte sich der SC Verl in der Tabelle auf Platz neun, bloß drei Punkte vom SC Wiedenbrück entfernt. Kein Zweifel, das Kreisderby am nächsten Freitagabend im Jahnstadion kann kommen.

Die kompletten Analysen und weitere Reaktionen zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 15. Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Montag, 30. Oktober, in der „Glocke“.

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