Sieger applaudiert der Schlussläuferin
Sieger Abdelmajeed Abdallah lief ein schnelles, taktisch starkes Rennen.

Besser kann die besondere Atmosphäre von „Gütersloh läuft“ im Stadtpark unter dem Motto „Laufen, lächeln und genießen“ nicht zum Ausdruck kommen. Jetzt aber der Reihe nach. Mit 1672 Läuferinnen und Läufern im Ziel toppte die 11. Auflage am Samstag den im Vorjahr erzielten Teilnehmerrekord (1616).

Und abermals blieb der Lauf vom ersten Startschuss für die Bambinis bis zum stimmungsvollen Ende trocken. Der noch mittags drohende Regen vertagte sich einfach auf den gestrigen Sonntag. Organisator Markus Corsmeyer sprach nicht nur deshalb von der besten Veranstaltung bisher. „Alles ist rund gelaufen, es war entspannt., weil alle sehr eingespielt sind“, lobte der Gütersloher sein großes Helferteam.

Auch sportlich hatte nicht nur der Hauptlauf einiges zu bieten. Denn der 25-jährige Abdelmajeed Abdallah, der mit einer Laufgruppe der Initiative „Jede Oma zählt“ auf Gütersloher Einladung mit acht weiteren Startern aus Osnabrück angereist war, ließ die arrivierten heimischen Läufer um Vorjahressieger Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück) lange die Führungsarbeit verrichten und zog dann, taktisch versiert, einen unwiderstehlichen Endspurt an. In 31:29 Minuten siegte der Sudanese, der seit zwei Jahren als mittlerweile anerkannter Flüchtling in Deutschland lebt, seit 18 Monaten läuft und ein großes Talent ist, vor Bozduman (31:51 Min.) und Tom Harder aus Verl (31:56).

 Dabei hatte der Moslem wegen des erst am Samstagabend endenden Ramadan seit morgens um 3 Uhr nicht gegessen und getrunken. „Erst ab 22 Uhr“, verweigerte Abdallah selbst einen Schluck Wasser im Ziel.

Bei den Frauen siegte Ilona Pfeiffer nicht mal 24 Stunden nach ihrem Start beim Oesterweger Feuerwehrlauf vor Maria Lübbert-Horn von der LG Burg. „Der Geist hat so lange nicht aufgegeben, bis sich der Körper gefügt hat“, philosophierte die ehemalige deutsche Marathonmeisterin, der der Start am Samstag leichter fiel als der am Freitag.

 „Wenn ich Ilona in Sichtweite habe, bin ich mit meiner Leistung zufrieden“, sagte die zweitplatzierte Lübbert-Horn.

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