Storck spielt Tischtennis in China
Johannes Storck (Mitte) spielt eigentlich für die Warendorfer Sportunion in der Tischtennis-Landesliga, hat derzeit aber meist seine Freunde Shan Yan (l.) und Fu Lei in China als Gegner.

Dann will  er mit der WSU Boden wieder gut machen und die Rote Laterne schnell abgeben.

Seit Mai berät und unterstützt Storck chinesische Firmen im IT-Bereich. Dass er auf dieser Tour in das Land, wo der Tischtennisport von über 60 Millionen Menschen gespielt wird, sein wichtigstes Sportgerät, den Tischtennisschläger, mit im Gepäck hat, ist selbstverständlich. Nach rund zweimonatiger Tätigkeit in Peking geht er heute seinem Job in Gaomi nach. Das ist eine aufstrebende Industriestadt in der ostchinesischen Provinz Shandong und hat fast 900 000 Einwohner. Die Entfernung bis Warendorf beträgt rund 8500 Kilometer.

In Gaomi spielt Storck mit seinen Trainingsfreunden Shan Yan und Fu Lei regelmäßig. Beide bevorzugen beim Spiel den Penholdergriff, der im asiatischen Raum weit verbreitet ist. Storck dagegen ist erfolgreicher „Shakehandholder“. „Meine beiden Trainingspartner sprechen leider kein Englisch, daher klappt es nur auf Chinesisch. Und viel Sprechen braucht man zum Glück im Tischtennis nicht. Die Regeln sind ja schließlich auf der ganzen Welt gleich. Aber die Zahlen von eins bis elf sollte man in der Landessprache schon kennen, um den Spielstand kommunizieren zu können“, sagt Storck.

Seinen Trainingskontrahenten spricht er Bezirksliganiveau zu, nach den bisherigen Ergebnissen habe er die Nase noch stets ein kleines Stück vorne gehabt. Vom deutschen Tischtennis sei den beiden bis auf Timo Boll wenig bekannt, der sei wohl der bekannteste deutsche Sportler in China. Storck freut sich, im November wieder für die WSU auf Punktejagd gehen zu können. Doch an das Erlebnis „Tischtennis-Training in China“ wird er immer wieder gern zurückdenken und es sicher noch lange in angenehmer Erinnerung behalten.

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