Überraschende Siege für Victoria und SVS
Bild: Dünhölter
Nicht zu Fall gekommen: Der SV Spexard, hier mit Ilja Nepke, gewann am Sonntag gegen Herford.
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Dem TSV Victoria Clarholz ist die Überraschung des siebten Spieltags in der Westfalenliga gelungen: Das Team von Christopher Hankemeier zwang am Sonntag den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer Spielvereinigung Vreden mit 2:1 in die Knie. Und das nicht etwa glücklich, sondern „verdient“, wie der Trainer ausdrücklich betonte. „Vreden hat uns vielleicht auch leicht unterschätzt“, gab Hankemeier nur allzu gerne zu. Wieso und warum sich der Spitzenreiter aus dem Münsterland von Clarholz übertölpeln ließ, war dem Trainer völlig egal. Denn Fakt und deutlich wichtiger war: „Wir waren insgesamt griffiger.“

Andreas Dreichel trifft ins lange Eck

In der ersten Viertelstunde hatten die Hausherren noch leichte Probleme, doch anschließend gelang es dem TSV Victoria, das Heft in die Hand zu nehmen und Vreden vor immer größere Probleme zu stellen. „Wir haben uns eine Chance nach der anderen erspielt“, sagte Hankemeier. Das erste Tor fiel in der 24. Minute: Andreas Dreichel, auf der linken Seite steil geschickt, dribbelte an einem Widersacher vorbei in den Strafraum und zirkelte den Ball zum 1:0 ins lange Eck. Kurz vor der Halbzeit hatten die Gäste Glück, als Andreas Dreichel im Duell mit Torwart Cedric Drobe einen Schlag ins Gesicht abbekam. „Das hätte Elfmeter geben müssen“, sagte Hankemeier.

Nach 1:2 wird es brenzlig

Im zweiten Durchgang leistete sich Clarholz zunächst eine Schwächephase, die der Favorit jedoch ungenutzt verstreichen ließ. Stattdessen legte Andreas Dreichel in 70. Minute nach: Der Offensivmann lief in einen Rückpass zum Torwart und brauchte nur einen Ballkontakt, um zum 2:0 zu treffen. Nach dem Anschlusstreffer durch Leifkes (79.) wurde es zwar noch einmal brenzlig, doch in Gefahr geriet die Überraschung nicht mehr.

SVS: Starke Energieleistung

Mit einer Energieleistung hat der SV Spexard im direkten Duell die „rote Laterne“ an den SC Herford weitergereicht. Nach eindrucksvoller zweiter Halbzeit nahmen die „Spechte“ mit 5:2 (1:0) den zweiten Dreier in Folge mit. Dabei schienen die Gastgeber zu Beginn des zweiten Durchgangs der individuellen Klasse des SC Herford Tribut zollen zu müssen. Vadim Thomas und Aytürk Gecim (47./54.) brachten die Gäste mit einem Doppelpack scheinbar auf die Siegerstraße. Doch der SV Spexard, dessen umsichtige Defensivleistung Steffen Brück in der ersten Hälfte mit einem Elfmetertor (27.) gekrönt hatte, hielt dagegen.

„Nach dem Rückstand nicht eingeknickt“

„Ich bin besonders stolz darauf, dass wir nach dem Rückstand nicht eingeknickt sind. Das war nach hinten raus wirklich sensationell.“ „Spechte“-Trainer Martin Simov sah eine aufopferungsvoll kämpfende Spexarder Mannschaft. Justin Kempers Tor (55.) wurde noch zurückgepfiffen, doch mit dem Ausgleich durch den immer stärker aufspielenden Robin Drücker (57.) entwickelte sich eine neue Eigendynamik. In der Schlussphase belohnten sich die „Spechte“ dann gleich dreifach für ihren betriebenen Aufwand. Der aufgerückte Leon Dahlkämper köpfte im Nachsetzen zum umjubelten 3:2 ein (85.) Gerade erst eingewechselt sorgte Nico Schürmann ebenfalls per Kopf für die Entscheidung. Nach einem tollen Konter über drei Stationen ließ Jochen Timmerkamp den SC Herford dann mit dem 5:2-Endstand ganz alt aussehen.

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