Vergangenheit als eindringliche Warnung
Bild: Bremehr
In welche Richtung schlägt das Pendel? Wiedenbrücks Daniel Brinkmann zeigte zuletzt schwankende Leistungen. Am Samstag gegen Düsseldorf wäre ein guter Auftritt von ihm hilfreich.
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Auf dieses Déjà-vu-Erlebnis kann der SC Wiedenbrück vermutlich sehr gut verzichten. Vor ziemlich genau einem Jahr stand der Club in der Fußball-Regionalliga ähnlich gut da wie heute und hatte nach einem tollen Start mit 17 Punkten die identische Ausbeute wie in der Gegenwart, doch unter der Regie von „Ali“ Beckstedde folgte nach dem zehnten Spieltag ein böser Absturz – in der Rückserie geriet schließlich sogar noch der Klassenerhalt in ernste Gefahr. Knapp zwölf Monate später heißt der Trainer im Jahnstadion Björn Mehnert. Und der sagt vor dem Heimspiel gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf an diesem Samstag (14 Uhr) den nicht überraschenden Satz: „Was früher war, interessiert mich nicht.“

SCW muss sich steigern

Was ihn jedoch interessiert, ist, ob sein Team nach zwei Siegen in Serie in der Spur bleibt. „Die Mannschaft macht nicht den Eindruck, als würde sie nachlassen“, betont Mehnert. Ähnlich hat sich der Trainer jedoch auch vor den Partien in Bonn und Wegberg geäußert. Das Ende ist bekannt, in beiden Partien kassierte Wiedenbrück unangenehme Pleiten. Vor einer Woche in Wattenscheid lieferte der SCW zwar eine dürftige Vorstellung ab, gewann aber dennoch mit 1:0. Dass das gegen die mit 16 Punkten ebenfalls gut gestartete Fortuna erneut klappt, darf laut bezweifelt werden.

SC Verl: Bange machen gilt nicht

Bange machen gilt nicht für den SC Verl. Immerhin tankte die Mannschaft von Guerino Capretti mit ihren Siegen über Kölns U23 und den Bonner SC zuletzt Selbstvertrauen. Folglich sollte das Team gewappnet sein für die Herausforderung Essener Hafenstraße, wo am Samstag um 14 Uhr die Partie gegen RW Essen angepfiffen wird. Bis zu 12 000 Zuschauer erwarten die Gastgeber an ihrem Familientag. „Für jeden Regionalliga-Fußballer ist die Atmosphäre dort ein Saison-Highlight“, erinnert sich Capretti gerne an seinen 4:0-Sieg als Spieler von Preußen Münster bei RWE vor Jahren. „Die Kulisse müssen wir mit dem Anpfiff ausblenden und uns auf das Wesentliche konzentrieren“, fordert der Sportclub-Trainer.

„Essen ist mehr als die Atmosphäre“

Soll heißen: weiterhin mutig nach vorne spielen und stabil in der Defensive stehen. „Essen ist mehr als nur die beeindruckende Stadionatmosphäre. Die Qualität der Rot-Weißen ist besser, als es ihr aktuelle Tabellenplatz ausdrückt.“ Diesen Anspruch hat der Sportclub allerdings auch ans eigene Team, denn auf dem ersten Abstiegsplatz sieht kein Verler Verantwortlicher die Mannschaft in den Endabrechnung angesiedelt. Die Konstellation des elften Spieltags bietet dem Sportclub die Chance, mit einem Sieg in der Tabelle an Essen vorbeizuziehen und sich im Mittelfeld zu etablieren. Jedoch ist die Mannschaft von Trainer Sven Demandt seit vier Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage gab es beim 2:4 gegen den SC Wiedenbrück, ebenfalls an der Hafenstraße.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am elften Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 30. September, in der „Glocke“.

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