Viel Silber zum Abschied der Trainerin
Das Silber-Team: (v. l.) Målin Thorwesten, Joy Sanader, Clara Steinberg, Trainerin Vera Oliwa, Lena Averdung, Teamleiter Dr. Lothar Thorwesten, Betreuerin Ricarda Gottschlich und Astrid Brunsing.

 Sie bejubelte zweimal die Vizemeisterschaft – im Einzel- und im Staffelwettbewerb. Im 50 Meter-Retten einer Puppe war sie zwar die Schnellste ihrer Altersklasse 15/16, musste sich im Mehrkampf aber einer Konkurrentin aus Meißen geschlagen geben. Ausschlaggebend war nämlich das Ergebnis aus allen drei Rettungsdisziplinen, wozu noch 100 Meter Untertauchen von Hindernissen und das Retten einer Puppe mit Flossen zählten.

Im Staffelwettbewerb startete Joy gemeinsam mit Lena Averdung (16), Astrid Brunsing (18), Clara Steinberg (18) und Målin Thorwesten (18) in der Altersklasse 17/18. Das Ennigerloher Team war als Titelverteidiger an den Start gegangen und konnte sich in den vier Staffeln im Vergleich zu 2016 sogar minimal verbessern.

 Sogar den eigenen Junioren-Weltrekord in der 4x50-Meter-Rettungsstaffel konnte das Ennigerloher Team unterbieten. Die Juniorinnen aus Nieder-Olm/Wörrstadt schwammen allerdings noch schneller - ein Team, mit dem sich die Ennigerloherinnen schon seit Jahren einen Zweikampf liefern. Auch über alle vier Staffeln hinweg war das Quintett aus Rheinland-Pfalz stärker, so dass es verdient die Goldmedaille gewann. So waren Astrid, Clara, Joy, Lena und Målin mit dem 2. Platz bestens zufrieden, zumal sie auch die Westfalenmeisterinnen aus Ascheberg-Herbern hinter sich lassen konnten.

Mit den fünf Mädels der Staffel um die Wette strahlte Trainerin Vera Oliwa. Sie betreut den Großteil des Teams seit vielen Jahren, und gemeinsam haben sie schon unzählige Medaillen gewonnen. Dies sollte aber nun die vorerst letzte Trophäe sein. Denn die erfahrene Trainerin will kürzer treten und sich für unbestimmte Zeit vom Beckenrand zurückziehen. Und so geriet die Siegerehrung nicht nur zur Feier der Vizemeisterschaft, sondern auch zu einer Abschiedsfete - für Vera Oliwa ein Abschluss nach Maß.

 Für ihre erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit hatte Ennigerlohs DLRG-Vorsitzender Henning Hohenhorst sie bei ihrer letzten Trainingsstunde bereits mit einem Blumenstrauß als Dankeschön verabschiedet. Derweil konnte die DLRG Ennigerloh im Westfalenbad in Hagen noch öfter jubeln: Jonas Fischer (22) kam in der Wertung der offenen Altersklasse zwar „nur“ auf Rang 20. Doch über 200 Meter-Hindernis schwamm er die drittschnellste Zeit und gewann Bronze.

Paul Louis Abel (13) - in diesem Jahr startberechtigt für die DLRG Gütersloh - erreichte mit drei neuen Bestzeiten in der Altersklasse 13/14 den 13. Platz unter 31 Schwimmern. Alle Ergebnisse zusammengefasst rangiert die DLRG Ennigerloh mit nur zwei Athleten in den Einzelwettbewerben und einer Staffel auf Rang 23 in der Klubwertung. 127 DLRG-Gruppen waren indes bei der Deutschen Meisterschaft am Start.

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