Vor dem Derby steigt die Anspannung
Bild: Dünhölter
Keinen Meter schenken werden sich am Freitagabend im Regionalliga-Derby Verls Viktor Maier (l.) und Wiedenbrücks Oliver Zech. Der Anstoß im Jahnstadion erfolgt um 19.30 Uhr.
Bild: Dünhölter

Vor dem Nachbarschaftsduell in der Fußball-Regionalliga am Freitagabend (19.30 Uhr) im Jahnstadion zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl hat Björn Mehnert, Trainer der Gastgeber, in den vergangenen Einheiten mit seinem Team eine aufgeheizte Atmosphäre ausgemacht. „Die Anspannung steigt“, sagt er. Und weiter: „Das Adrenalin kommt, so wie es sich gehört in solch einem Derby. Das muss doch so sein.“ Mehnert will die Emotionen vor dem Duell mit dem Nachbarn also nicht bremsen, sondern vielmehr noch schüren.

Mehnert: „Das weckt Energien“

„Das weckt ja noch Energien“, sagt der Trainer, der für den Freitagabend auf eine große Kulisse baut: „Ich hoffe auf einen passenden Rahmen für dieses Spiel. Und ich will ein Heimspiel haben, das haben sich die Jungs verdient.“ Unter anderem etwa durch das jüngste 2:0 gegen den Wuppertaler SV, bei dem der SCW zwar kein Feuerwerk abbrannte, dafür aber konzentriert arbeitete. Den Gegner hat Mehnert, der heute nur auf den gesperrten Kresimir Matovina definitiv verzichten muss, per Videoanalyse unter die Lupe genommen. Sein Urteil: „Es ist schwer, gegen Verl mit dieser Formation Tore zu schießen, dazu haben sie auch Qualität nach vorne. Aber ich habe auch etwas gesehen, wo wir den Hebel ansetzen können.“

Capretti: „Ein intensives Spiel“

Beide Derbykontrahenten haben in den letzten Wochen hervorragend gepunktet und sind bis ins obere (Wiedenbrück) und sichere (Verl) Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle geklettert. Auf ein Torfestival zweier nun völlig entfesselt aufspielender Kreisnachbarn richtet sich Guerino Capretti, Trainer des Tabellenneunten SC Verl, deshalb aber nicht ein. „Beide können befreit aufspielen in dem Sinne, dass eine Niederlage keine unmittelbaren Folgen hat. Aber vor allem zu Anfang der Partie wird keine Mannschaft einen Fehler machen wollen“, geht Capretti vor allem von einem intensiven Spiel aus. „Für uns wird es eine harte Aufgabe, denn Wiedenbrück hat auch einen Lauf. Somit werden Kleinigkeiten und die Tagesform den Ausschlag geben.“

Verl schöpft fast aus dem Vollen

Dabei freut sich der Verler Trainer auf eine tolle Kulisse und ein gutes Spiel. Personell können die Verler bis auf die Langzeitverletzten Jannik Schröder, Jan Klauke, Nico Hecker und Cellou Diallo aus dem Vollen schöpfen. Die Vorbereitung inklusive Festlegung der Startelf („Das mache ich immer erst am Spieltag selbst“) verläuft mittels Videoanalyse wie vor jeder anderen Partie. Capretti setzt auf die gestärkte Defensive („Da lösen unsere zentralen Spieler das jetzt sehr gut“) und die gewachsene Treffsicherheit: „Es spielt sich einfacher mit einer 1:0-Führung.“

Einen ausführlichen Direktvergleich der beiden Mannschaften sowie weitere Hintergründe zum Regionalliga-Derby zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl lesen Sie am Freitag, 3. November, in der „Glocke“.

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