WSU-Frauen siegen mit letztem Aufgebot
Bild: Brandt
Leonora Ejupi (r.) und die Warendorfer SU schlugen den GSV Moers mit 1:0.
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Wenn man bedenkt, dass Kuhlmann angesichts der Vorzeichen die Order ausgegeben hatte, sich möglichst achtbar aus der Affäre zu ziehen, sind die drei Punkte Gold wert. Der Kader war so weit ausgedünnt, dass mit Rekonvaleszentin Lisa Piotrowsky nur noch eine Feldspielerin auf der Bank saß. Diese musste in der 54. Minute auch gleich ran, als die WSU-Verantwortlichen mit der Verletzung von Ina Teltenkötter die nächste Hiobsbotschaft ereilte.

Den Grund für Kuhlmanns Huldigung lieferten die 90 Minuten. Nachdem die Warendorferinnen in der Vorwoche den Sportfreunden Uevekoven ein Remis abgetrotzt hatten, machten sie erneut aus der personellen Not eine Tugend. Die mit einem Durchschnittsalter von 17,3 Jahren gestartete Elf warf alles in die Begegnung, was sie hatte. Diverse Spielerinnen mussten auf Positionen aushelfen, die sie wenn überhaupt mal in der Jugend bekleidet hatten. Und dennoch ließen sie in der Defensive gegen schwache Gäste fast nichts zu.

Da bei der WSU offensiv der finale Pass nicht saß, gab es in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance. Dafür wartete der zweite Durchgang mit einem Knallstart auf. Die Partie lief erst wenige Sekunden, da tauchte Moers Gurbet Kalkan vor Torhüterin Nadine Tigges auf, verlor das Duell aber. Im direkten Gegenzug traf Neele Kesse auf Vorlage von Zara Ellamaa und unter gütiger Mithilfe von Schlussfrau Lisa Mölders, die den als Hereingabe geplanten Ball unglücklich ins eigene Netz lenkte, zur Führung. Maeva Jocksch (73., 84.) und Piotrowksy (85.) hatten später die Vorentscheidung auf dem Fuß. Moers wurde erst in den Schlussminuten gefährlich. Nun hatten die Emsstädterinnen das Glück der Tüchtigen. Der Ausgleich wäre aber auch nicht verdient gewesen

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