Was steckt in der Wundertüte SCW?
Bild: Inderlied
Zuletzt in der Innenverteidigung, und nun? Ob Wiedenbrücks Necirwan Mohammad gegen Wuppertal in der Abwehr oder im Mittelfeld aufläuft, wollte Trainer Mehnert noch nicht verraten.
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Aus dem SC Wiedenbrück soll mal jemand schlau werden. Erst das enttäuschende 0:4 gegen die Amateure des BVB vor zwei Wochen, dann plötzlich der vielbeachtete 4:0-Erfolg in Mönchengladbach. Eine Prognose für das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Wuppertaler SV abzugeben, ist somit ein undankbares Unterfangen. Nur eines lässt sich mit Fug und Recht voraussagen: Den Zuschauern im Jahnstadion dürfte ein interessanter Schlagabtausch geboten werden.

Positive Resultate überwiegen

Denn wenn der SC Wiedenbrück gewinnt, tut er es in der Regel deutlich. Als Beispiele taugen das jüngste 4:0, das 5:0 gegen Erndtebrück, das 4:0 gegen Oberhausen oder auch das 4:2 bei RW Essen. Und wenn das Team von Trainer Björn Mehnert verliert, geschieht das meist in ähnlich klarer Art und Weise: 0:4 gegen Dortmund, 0:3 beim FC Wegberg-Beeck oder 1:4 in Bonn. Zwischen Hop und Top gibt es nur wenig Spielraum, der SCW ist derzeit eine Wundertüte. „Die Liga ist halt extrem ausgeglichen“, erklärt Mehnert die oft starken Schwankungen seines Teams, bei dem die positiven Resultate aktuell noch überwiegen.

„Gier noch konstanter zeigen“

Vor dem 15. Spieltag stehen den 6 Siegen 3 Unentschieden und 4 Niederlagen gegenüber. „Viktoria Köln hat genauso oft verloren wie wir“, zieht Mehnert einen bemerkenswerten Vergleich zum Tabellenzweiten und Vorjahresmeister. Doch wenn es nach ihm ginge, dürfte Wiedenbrück in Sachen Tore- und Punktejagd noch beständiger sein. „Ich glaube, bei den Jungs geht noch mehr. Wir müssen lernen, diese Gier noch viel konstanter zu zeigen“, fordert der ehrgeizige Trainer.

SC Verl mit Selbstvertrauen

194 Tage nach seinem ersten Spiel als Trainer des SC Verl kehrt Trainer Guerino Capretti am Samstag ins Grenzlandstadion zurück, wo er am 13. April dieses Jahres die Mission Klassenerhalt erfolgreich mit einem 2:2 gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach startete. Während im Frühjahr durchaus eine gewisse Portion Skepsis angebracht war angesichts enttäuschender Ergebnisse in den Wochen zuvor, so macht sich der schwarz-weiße Tross heute mit ausreichend Selbstvertrauen im Gepäck auf den Weg an den Niederrhein. Sieben Spiele in Folge ohne Niederlage liegen hinter dem Capretti-Team, das sich von den Abstiegsplätzen ins Tabellenmittelfeld vorgekämpft hat.

Capretti: „Die werden uns richtig fordern“

Allerdings längst noch kein Grund, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. Im Gegenteil, die beiden jüngsten 0:4-Heimpleiten der Gladbacher Amateure – gegen die SG Wattenscheid und den SC Wiedenbrück – dürfte den „Fohlen“-Unterbau ordentlich angestachelt haben. „Die werden uns richtig fordern“, ist Verls Trainer Guerino Capretti überzeugt. Mit Daniel Schaal hat sich nach auskurierter Verletzung ein flinker Außenbahnspieler im Training zurückgemeldet.

Bastian Müller ist gesperrt

Dafür fällt Bastian Müller aus. Der Taktgeber im zentralen Mittelfeld sah am vergangenen Spieltag beim 2:1-Sieg über Aufsteiger Westfalia Rhynern die fünfte Gelbe Karte und muss deshalb pausieren. Somit ist Capretti gezwungen, die Doppelsechs komplett umzubauen, da ja auch Jannik Schröder verletzt ausfällt. In die Bresche springen könnten Daniel Mikic und Jan Lukas Liehr. Bis nach der Winterpause wird der Sportclub auch auf die Dienste von Cellou Diallo verzichten müssen, der heute am Sprunggelenk operiert werden soll.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 15. Spieltag der Fußball-Regionalliga lesen Sie am Samstag, 28. Oktober, in der „Glocke“.

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