Weltklasse-Sport in Oeldes guter Stube
Bild: Rollié
Beim 20. Oelder Sparkassen-Citylauf bürgten vor allem die afrikanischen Athleten einmal mehr für Weltklasse-Laufsport.
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 „Das war die beste Veranstaltung seit vier oder fünf Jahren“, erklärte Cheforganisator Egon Jürgenschellert gestern im Gespräch mit der „Glocke“ mehr als zufrieden. Er schätzte die Besucheranzahl der Veranstaltung am Samstag auf gut 5000 ein. „Die Stimmung war großartig, auch an der Peripherie der Stadt wie der Paulsburg oder an der Ennigerloher Straße. Außerdem waren die Eliterennen sowohl der Frauen als auch der Männer bis zum Ende spannend.“

Tatsächlich bürgten die afrikanischen Läuferinnen und Läufer, aber auch die als Geheimfavoritin gehandelte Karolina Nadolska für Weltklasse.

Bei den Frauen schwebte die Kenianerin Pauline Naragoi Esikon mit exzellenten 32:40 Minuten für die zehn Kilometer gazellenartig ins Ziel, ganz dicht gefolgt von ihrer zeitgleich gestoppten Landsfrau Cynthia Kosgei. Nadolska, fast zehn Jahre älter als die Gewinnerin, hatte nach gutem Auftakt zwischenzeitlich einmal abreißen lassen müssen, kämpfte sich aber mit einer beeindruckenden Aufholjagd und starken 33:06 Minuten auf Rang drei.

Die zugleich gestarteten Profi-Läufer machten es nicht minder spannend, wobei sich hier früh eine Vierergruppe an der Spitze festsetzte und das Feld mit einer unfassbaren Pace von vorne kontrollierte.

Der spätere Sieger Dominic Mibel in einer fantastischen Zeit von 28:25 Minuten, seine auf Rang zwei platzierter Landsmann Kalipus Lowai (ebenfalls 28:25), der Dritte, Mengistu Zelalem aus Äthiopien (28:41) und der Vierte Patrik Ereng (Kenia/28:50) blieben allesamt unter 29 Minuten und zeichneten damit für ein echtes Laufspektakel verantwortlich.

Bis zur 5000-Meter-Marke lagen die männlichen Athleten sogar im Bereich des Streckenrekords, ehe sie in den darauffolgenden Runden stets einige Sekunden „zu viel“ liegen ließen. Es galt schließlich auch, die gefährlichsten Mitstreiter im Auge zu behalten, und das gelang Mibel letztlich mit hauchdünnem Vorsprung am besten.

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