Westhoff-Wittwer quält sich durch den Schlamm
Auf dem Weg zur Europameisterschaft: Mit seinem 25. Platz beim Cross-Rennen in Belgien dürfte David Westhoff-Wittwer das Ticket zur EM gelöst haben.

Mit dieser Platzierung dürfte Westhoff-Wittwer das Ticket für die Cross-Europameisterschaft am 5. November im tschechischen Tabor sicher haben. „Das war eine wahnsinnige Schlammschlacht. Die Hälfte der 3000-m-Runde musste ich laufen, so tief war der Sand. Keine Ahnung, wie die Profis und die Junioren da so durchknallen können“, zeigte sich Vater und RSV-Nachwuchstrainer Stefan Wittwer nach dem Training auf der Weltcup-Strecke am Samstag beeindruckt.

 „Vor allen, die da angekommen sind, ziehe ich meinen Hut und habe höchsten Respekt“, fügte Wittwer hinzu, der sich von der Veranstaltung angetan zeigte: „Die Stimmung an der Strecke war einfach gigantisch. Da sind tausende Zuschauer und sportlich ist ein Deutschland-Cup-Rennen dagegen ein Kindergeburtstag“.

Da die ersten Rennen im Cross-Weltcup in den USA ausgetragen worden waren, reiste David Westhoff-Wittwer ohne Punkte an und musste in Koksijde aus der letzten Reihe starten. Schnell arbeitete sich der Nationalkaderfahrer bis auf Rang 20 vor. „David ist dann immer zwischen Platz 20 und 30 gefahren. Ein gutes Ergebnis, denn so ein Kurs liegt ihm gar nicht“, freute sich Stefan Wittwer über die Leistung seines Sohnes, der sich nach dem Rennen in ein einwöchiges Trainingslager mit dem Stevens Racing Team in Bad Salzdetfurth zur Vorbereitung auf die EM verabschiedete.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Matteo Oberteicher. Der 16-Jährige kam auf dem technisch anspruchsvollen Kurs aufgrund seiner Steuerkünste gut zurecht, in den Sandpassagen fehlte dem Stukenbrocker aber die Kraft. So musste Oberteicher, der vom RSV Gütersloh zum RCE Herford wechselte, aber gemeinsam mit David Westhoff-Wittwer weiterhin etliche Kilometer im Training abspult, in der Schlussrunde noch einige Fahrer ziehen lassen. Als drittbester deutscher Radsportler konnte Oberteicher aber mit seinem 35. Platz in der Gesamtwertung dennoch zufrieden sein.

SOCIAL BOOKMARKS