Airport Twente wird Konkurrent des FMO
Der FMO bekommt Konkurrenz: Im niederländischen Enschede solle ein Verkerhrsflughafen entstehen.

Zwei Unternehmen haben einen Konzessionsvertrag über die Nutzung eines ehemaligen Nato-Flugplatzes unterzeichnet. Laut der zuständigen Entwicklungsagentur können die Investoren für mindestens 49 Jahre einen Regionalflughafen auf dem Gelände betreiben. Nach Medienberichten wollen die Investoren unter Führung des niederländischen Milliardärs Dik Wessels 60 Millionen Euro in das Projekt investieren.

Der zivile Airport, der zwischen Enschede und Oldenzaal nahe der deutsch-niederländischen Grenze entstehen soll, könnte den Flughäfen Münster/Osnabrück und Weeze am Niederrhein Konkurrenz machen. Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen will die Thematik aber nicht überbewerten: „Der FMO besitzt – trotz aller Schwierigkeiten – eine feste Marktstellung. Die nordrhein-westfälische Landesregierung stuft den FMO nach wie vor als Internationalen Verkehrsflughafen ein – als einzigen in Westfalen“, erklärt Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, in einer Stellungnahme. Dieser starken Stellung sollte man sich bewusst sein. Ob Twente in einigen Jahren tatsächlich an den Start gehe und sich dort der Luftverkehr entwickele, sei auch nach der Vertragsunterzeichnung weiterhin völlig offen.

Die IHK will „sehr genau darauf achten, dass der Wettbewerb zwischen den Flughäfen nicht durch den unlauteren Einsatz von EU-Geldern oder die Ansiedlung eines Factory-Outlet-Centers unrechtmäßig verzerrt wird.“ Darauf sollte auch die nordrhein-westfälische Landesregierung achten und in ihren Gesprächen mit den Niederlanden darauf hinweisen.

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