Arminia verliert 2:3 in Heidenheim
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Folgenschwerer Fehlpass: Vor dem 0:1 patzte Bielefelds Linksverteidiger Sebastian Schuppan (l., hier gegen Beermann und Feick). Am Ende verlor die Arminia mit 2:3.
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Norbert Meier war bedient, seine Stellungnahme in der Pressekonferenz fiel entsprechend knapp aus. „Wir haben bis zum Abpfiff ein spannendes Spiel gesehen. Was die ausschlaggebenden Gründe für die Niederlage waren, hat, so glaube ich, jeder gesehen“, kommentierte Arminia Bielefelds Cheftrainer die gleichermaßen unglückliche wie vermeidbare Pleite 1. FC Heidenheim.  Mit zwei unfreiwilligen Torvorlagen nach haarsträubenden Abwehrfehlern haben sich die Ostwestfalen praktisch selbst geschlagen. Zu allem Übel sah Mittelfeldspieler Tom Schütz wegen wiederholten Foulspiels in der 64. Minute die Gelb-Rote Karte.

Nach einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit mit gute Möglichkeiten durch Christoph Hemleins Freistoß an die Latte (28.) und Julian Börners Kopfball (29.) ging es nach dem Seitenwechsel Schlag auf Schlag. Vor dem 0:1 durch Marc Schnatterer (48.) leistete sich Arminias Linksverteidiger Sebastian Schuppan einen folgenschweren Fehlpass. Christoph Hemlein glich zwar umgehend zum 1:1 aus (49.), verursache aber nur ein paar Minuten später einen Foulelfmeter an Robert Leipertz, den Schnatterer mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 verwandelte. Dann patzte Florian Dick: Sein Rückpass zu Torhüter Wolfgang Hesl geriet zu kurz, Leipertz ging dazwischen und drückte den Ball nach einem Pressschlag mit Hesl zum 3:1 (63.) über die Linie.

„Drei Geschenke verteilt“

Trotz Unterzahl nach dem Platzverweis gegen Schütz kam die Arminia noch einmal zurück, verkürzte durch Julian Börner auf 3:2 (80.) und vergab durch David Ulm und Koen van der Biezen in der Schlussphase zweimal die große Chance zum Ausgleich. „Wenn man drei Geschenke verteilt, hat man es nicht verdient zu gewinnen. Wir waren über weite Strecken gut, aber davon können wir uns nichts kaufen“, klagte Julian Börner. Manuel Junglas: „Wir haben auswärts fünf Tore geschossen. Eigentlich musst du dann gewinnen.“

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