Axel Prahl sieht neue „Tatort“-Regel kritisch
Axel Prahl (Kommissar Frank Thiel, l.) steht mit Jan Josef Liefers (Prof. Karl-Friedrich Boerne) für den „Tatort“ aus Münster vor der Kamera.

Prahl (57), einer der Stars des beliebtesten Teams der Reihe, sagte: „Der Münsteraner ‚Tatort‘ basiert im Grunde genommen auch auf einem Experiment. Wir hatten zu Beginn durchaus negative Reaktionen, die gibt es auch zwischendurch immer mal wieder. Aber wer das Risiko nicht eingeht, auch mal zu scheitern, tut sich keinen Gefallen.“

„Gott ist auch nur ein Mensch“

Der nächste Klamauk-“Tatort“ aus Münster mit Prahl als Frank Thiel und Jan Josef Liefers als Prof. Boerne steht am 19. November im Programm des Ersten – Titel: „Gott ist auch nur ein Mensch“.

Dominik Graf warnt vor Unterforderung

Regisseur Dominik Graf (65), der kürzlich in der Reihe den RAF-Krimi „Der rote Schatten“ verantwortete, befürchtet eine neue Langeweile: „‚Tatorte‘ sind Polizeifilme. Polizeifilme dürfen grundsätzlich ohne Einschränkung immer alles, solange sie in irgendeiner und durchaus auch in dramaturgisch ‚experimenteller‘ Weise eine packende Ermittlung erzählen.“ Auch ein konventioneller „Tatort“ könne toll sein, meint Graf. „Aber nur mit Konventionalitätszwang allein erreicht man keine Qualitätssicherheit. In dem Moment, wo die Zuschauer vor Unterforderung gähnen, hat man den „Tatort“ jedenfalls zerstört!“

ARD-Fernsehfilmkoordinator Jörg Schönenborn hatte Ende Oktober die Experimente-Beschränkung bei der beliebten TV-Reihe bestätigt. Daraufhin ging eine Debatte bei Medien und Fans los. Die „Bild am Sonntag“ zitierte „Tatort“-Koordinator Gebhard Henke, welche „Tatorte“ den ARD-Oberen überhaupt als „experimentell“ gelten könnten: „Sicherlich „Babbeldasch“ und „Fürchte dich“, einige der „Tatorte“ mit Ulrich Tukur oder der neue One-Shot-“Tatort“ des Schweizer Fernsehens.“

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