Bergbaurentner ziehen Berufung zurück
Bild: dpa
Im Streit um das Kohle-Deputat für ehemalige Bergleute haben drei Ex-Kumpels gestern ihre Berufungen zurück. Die Richter hatten ihnen wenig Aussicht auf Erfolg gemacht.
Bild: dpa

Grund für Rückzieher: Die Richter hatten den einstigen Kumpel keine Hoffnungen auf einen juristischen Erfolg gemacht.

Die Bergleute hatten gegen die Ruhrkohle AG geklagt, weil diese nach dem Aus des Steinkohlebergbaus Ende 2018 keine Gratiskohle mehr an ihre Ex-Beschäftigten ausgeben will. Stattdessen sollen die rund 100.000 Betroffenen mit einer Einmalzahlung abgefunden werden. Einem Bergbaurentner stehen zurzeit noch jährlich 2,5 Tonnen Kohle zu.

Die meisten lassen sich Geld auszahlen

Die meisten verzichten jedoch inzwischen auf die Anlieferung des Brennstoffes und lassen sich stattdessen 122,20 Euro pro Tonne als Energiebeihilfe auszahlen. Dies ist nach Ansicht der Betroffenen viel zu wenig. Daher sei auch die Höhe der Abfindungszahlungen deutlich zu gering.

Das Landesarbeitsgericht nannte die Summe dagegen "angemessen und ausreichend". Und auch den Umstand, dass die jährlichen Zahlungen nach 2018 durch eine einmalige Abfindung ersetzt werden sollen, beanstandeten die Richter nicht.

Weitere Verfahren noch in der Schwebe

In Hamm sind derzeit noch über 400 Berufungsverfahren rund um das Thema Kohledeputat anhängig.

SOCIAL BOOKMARKS