Dortmund und Schalke punkten mit je 2:0 
Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang jubelt über seinen Treffer zum 1:0 im Spiel gegen Ingolstadt am Samstag.

Damit verringerte das Dortmunder Team von Fußball-Lehrer Thomas Tuchel den Abstand zu Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München zumindest für einen Tag auf fünf Punkte. Vor 81 359 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park tat sich der BVB lange Zeit schwer, konnte sich aber wieder einmal auf die Treffsicherheit von Aubameyang mit seinen Saisontoren 19 und 20 verlassen.

Der Verzicht auf die Nationalspieler Mario Reus und Ilkay Gündogan, die wegen einer Virusinfektion fehlten, nahm der Borussia von Beginn an viel Kreativität. Gegen die zweitbeste Abwehr der Bundesliga geriet das gewohnte Kombinationsspiel merklich ins Stocken.

Das machte dem Aufsteiger, der ohne seinen besten Vorbereiter Pascal Groß (gesperrt) antreten musste, mehr und mehr Mut. So prüfte Dario Lezcano BVB-Torhüter Roman Bürki in der 15. Minute mit einem Fernschuss aus 25 Metern.

BVB-Chancen lange Zeit Mangelware

Dagegen blieben Torchancen der Borussia lange Zeit Mangelware. Bis auf einen Kopfball von Sokratis (16.) über das Tor war kaum Gefahr erkennbar. Vor allem im zentralen Mittelfeld mangelte es an Ideen, um die gut organisierten Ingolstädter in Verlegenheit zu bringen. Die ins Team gerückten Shinji Kagawa, Matthias Ginter und Adrian Ramos blieben blass.

Nur mit viel Glück entging die Borussia einem Rückstand, als Weltmeister Mats Hummels (29.) kurz vor der Linie in höchster Not gegen Lezcano klärte. Auf der anderen Seite prüfte Aubameyang (36.) FC-Keeper Ramazan Özcan mit einer Direktabnahme, den Abpraller beförderte Reus-Ersatz Ramos aus drei Metern per Kopf über das Tor.

Dennoch hielt sich der Unterhaltungswert der Partie bis zur Pause in Grenzen. Erst Aubameyang erlöste den BVB. Nach Flanke von Lukasz Piszczek sorgte Afrikas Fußballer des Jahres per Kopf für die Führung und leitete damit den glücklichen Sieg seines Teams ein. Neun Minuten später machte er mit einem Flachschuss ins lange Ecke alles klar.

Erfolg für Schalke nach der Unruhe

Der FC Schalke 04 hat auf die große Unruhe der vergangenen Tage eine sportlich erfolgreiche Antwort gegeben. Die Tore von Maximilian Meyer (43.) und Leroy Sané (53.) stärkten auch wieder die Position von Trainer André Breitenreiter, über dessen Arbeit zuletzt nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen heftig diskutiert worden war.

Der 42-Jährige selbst sprach von „Rufschädigung", doch dass ausgerechnet Meyer vor 17 000 Zuschauern das wichtige Führungstor schoss, ist durchaus pikant. Auch weil die 20-jährige Zukunftshoffnung des Vereins so ungehalten auf seine Auswechselung gegen Bremen reagiert hatte, waren die Debatten über das Verhältnis zwischen Breitenreiter und seinen Spielern überhaupt aufgekommen.

Große Verunsicherung war den Schalkern auch diesmal anzumerken. Der Champions-League-Anwärter spielte über weite Strecken schwach und ideenlos. Aufsteiger Darmstadt hätte bei starkem Wind und Regen zumindest für die erste Halbzeit einen Punkt verdient gehabt. Doch unter dem Strich setzte sich am Ende die individuelle Klasse der Gäste durch. Vor dem 0:1 kratzte Nationalspieler Leroy Sané den Ball zunächst mit letztem Einsatz von der Außenlinie, dann legte ihn Klaas-Jan Huntelaar im Strafraum auf Meyer zurück. Beim 0:2 leistete umgekehrt Meyer die Vorarbeit für Sané.

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