Gauck in OWL auf Spuren von Industrie 4.0
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Den Chancen und Risiken der Digitalisierung ist Bundespräsident Joachim Gauck an diesem Dienstag in Ostwestfalen-Lippe auf der Spur: Das Bild zeigt das Staatsoberhaupt beim Besuch des Unternehmens Phoenix Contact in Blomberg (Kreis Lippe) im Gespräch mit den Mitarbeitern Dominik Tracy (l.) und Lukas Wiemann (r).
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 Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt hat Gauck zum Auftakt die Firma Phoenix Contact in Blomberg (Kreis Lippe) besucht. Das Unternehmen für Verbindungs- und Automatisierungstechnik ist ein Gobal Player und hat 2015 fast zwei Milliarden Euro mit knapp 15 000 Mitarbeitern umgesetzt. Phoenix Contact-Geschäftsführer Roland Bent hat den prominenten Gästen beim Rundgang im Unternehmen konkrete Anwendungsbeispiele für das Thema Industrie 4.0 präsentiert. Gauck nutzte die Gelegenheit, auch mit Beschäftigten des Unternehmens sowie mit der Betriebsratsvorsitzenden von Phoenix Contact, Uta Reinhard, zu sprechen.

Dass sich der Bundespräsident über das Thema Industrie 4.0 in Ostwestfalen-Lippe informiert, ist kein Zufall: Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region sind im Spitzencluster „it's OWL“ organisiert. Mit einer gemeinsamen Strategie arbeiten die Teilnehmer daran, für die Region eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb für Intelligente Technische Systeme, dem Kern von Industrie 4.0, zu erarbeiten. Durch die Zusammenarbeiten entsteht eine einzigartige Technologieplattform, die langfristig Wachstum und Beschäftigung in Maschinenbau, Elektro- und Elektronikindustrie sowie der Bereich der Automobilzulieferer am Standort Deutschland sichern soll. Am Nachmittag macht Joachim Gauck in Paderborn Station. Dort besucht er die Fraunhofer-Einrichtung Entwurfstechnik Mechatronik. An der geplanten Gesprächsrunde zur „Arbeitswelt der Zukunft“ nehmen unter anderem Dr.-Ing. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer des Clustermanagements it's OWL, Michael Schild (Betriebsratsvorsitzender Wincor Nixdorf AG) und Prof. Günter W. Maier (Uni Bielefeld, stellvertretender Sprecher NRW-Forschrittkolleg).

 Den Abschluss des Besuchsprogramms bildet am Abend ein Empfang im Heinz Nixdorf Museumsforum, an dem 150 Bürger aus Ostwestfalen-Lippe teilnehmen, die sich im Ehrenamt und im Spitzencluster „it's OWL“ engagieren.

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