Generalabsage nach Gewalt gegen Schiedsrichter
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Rote Karte für Gewalttäter: Weil Pöbeleien, Beschimpfungen und Gewalt gegen Schiedsrichter weiter zunehmen, hat sich der Fußballkreis Arnsberg für eine drastische Maßnahme entschieden. Am Sonntag, 12. November, sind alle Spiele der Kreisliga D bis A in dem Kreis abgesagt worden.
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Immer mehr Pöbeleien, Beschimpfungen und Gewalt gegen Schiedsrichter - das sind die Hintergründe zu der Generalabsage. Am vergangenen Wochenende haben eine Attacke auf einen jungen Schiedsrichter und ein Spielabbruch in der Kreisliga B im Kreis Arnsberg das Fass anscheinend zum Überlaufen gebracht.

Der FLVW befürwortet diese auch vom Kreisvorstand getragene Maßnahme und möchte seinen Schiedsrichtern demonstrativ den Rücken stärken, heißt es auf der Webseite des Verbands. „Eine Generalabsage ist immer die Ultima Ratio. Wir können die Beweggründe jedoch zu einhundert Prozent nachvollziehen und unterstützen die Entscheidung der spielleitenden Stelle im Kreis Arnsberg zum Wohle unserer Schiedsrichter“, wird FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski zitiert.

Seit einigen Wochen seien ähnlichen Vorfälle wie bei der Attacke auf den Schiedsrichter vermehrt aufgetreten. Mit der Generalabsage wolle man nun versuchen, die Spieler, Trainer und Zuschauer zum Umdenken zu bewegen. Zuvor habe Münsters Kreisvorsitzender Norbert Reisener bereits einen „Brandbrief“ an die Vereine geschickt. Geholfen hat das allerdings scheinbar nichts. Und so wird es am Wochenende keinen Ligabetrieb in dem Fußballkreis geben.

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