Kabel angezündet: Probleme im Zugverkehr
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Am Montagmorgen ist es zu Einschränkungen im Bahnverkehr in NRW gekommen. Grund dafür sind Brandanschläge auf Signalkabel.
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Die Tatorte im bevölkerungsreichsten Bundesland lagen im Raum Dortmund und im Raum Köln. Damit dürften zehntausende Bahnreisende betroffen sein. Auch der RE6 von Minden nach Köln/Bonn Flughafen ist betroffen. Der Zug fährt unter anderem aber auch die Bahnhöfe Bielefeld, Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Oelde, Neubeckum und Ahlen an.

Bundesweite Brandanschläge

Bundesweit soll es nach Angaben der Bundespolizei nach einem ersten Überblick insgesamt 13 mutmaßliche Anschläge auf Bahnstrecken gegeben haben. Die Bundespolizei geht davon aus, dass diese Brandanschläge auf Kriminelle aus dem extremistischen Spektrum zurückgehen könnten. In knapp drei Wochen findet der G20-Gipfel in Hamburg statt.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei Dortmund hatten Brandstifter in der Nacht zum Montag Kabel angezündet. Vermutlich sei Brandbeschleuniger verwendet worden, sagte eine Sprecherin. Dabei seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden. Der Staatsschutz ermittelt.

Züge verspäten sich oder fallen ganz aus

In NRW seien Strecken im Kölner Raum und zwischen Dortmund und Bochum betroffen, bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei in Köln. Bei den Zügen der Linien RE1, RE5, RE6, RE11, S2 und S6 sowie im Fernverkehr kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn zu Verspätungen und Zugausfällen, die Züge müssen umgeleitet werden. Wie lange die Beeinträchtigungen andauern werden, war zunächst unklar.

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