Kampf gegen illegale Altkleidercontainer
Nicht zu übersehen, dass es sich hier um Container der Aktion „Kleiderwelle“ handelt. Damit will die Stadt Bielefeld unseriösen Händlern das Handwerk legen.

Spender können an dem bunten Design und einem Siegel gleich erkennen, dass es sich um die Sammlung seriöser Organisationen handelt und die Erlöse ausschließlich sozialen Zwecken zugutekommen. Über einen QR-Code können sich Bürger über die „Kleiderwelle“-Aktion informieren. Gestaltet wurden die 260 neuen Behälter von Designstudierenden der Fachhochschule des Mittelstandes.

Hintergrund der Aktion ist eine 2013 beschlossene Neuordnung der Altkleidersammlung in Bielefeld. Diese sieht vor, dass nur noch karitative Einrichtungen auf städtischen Flächen um Kleiderspenden bitten dürfen. Bislang wurden 190 illegale Container beseitigt.

Experten des Recycling-Verbandes „Fairwertung“ beobachten seit Jahren, dass Städte und Gemeinden Schwierigkeiten haben, unerlaubt aufgestellte Container wieder loszuwerden. Oft gibt es keinerlei Kontaktdaten, die auf die Aufsteller hinweisen.

Stattdessen werden Verbraucher mit fantasievollen Namen und karitativ anmutenden Symbolen in die Irre geführt, warnt der Verband „Fairwertung“.  Von Wohltätigkeit aber sei keine Spur,  sämtliche Kleidung werde zu Geld gemacht - und das komme dann keinesfalls gemeinnützigen Zwecken zugute.

Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 750 000 Tonnen Gebrauchttextilien zusammen – Tendenz steigend. Allerdings verschlechtert sich die Qualität: Viele Kleidungsstücke können nicht mehr in die Second-Hand-Verwertung fließen, sondern nur noch zu Putzlappen verarbeitet werden.

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