Miele baut Medizin-Sparte aus
Bild: Miele
Mit Reinigungs- und Desinfektionsgeräten für Labore hat Miele bislang etwa 185 Millionen Euro Jahresumsatz gemacht.
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Das berichtete das Familienunternehmen am Freitag in Gütersloh. Insgesamt kommt Miele mit 19.400 Mitarbeitern auf einen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro.

Im Medizinbereich hat sich Miele auf die Herstellung von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore spezialisiert. Außerdem übernimmt es die Planung und Ausstattung der zentralen Sterilgutversorgung in Kliniken. Zusammen mit Steelco werde Miele nun ein deutlich vergrößertes Produktportfolio anbieten und so seine Marktposition ausbauen können, sagte Miele-Manager Andreas Barduna. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

80 Mitarbeiter im Werk Bürmoos betroffen

Das Projektgeschäft zur Planung und Ausstattung der zentralen Sterilgutversorgung in Kliniken soll unter dem Dach der neuen Tochter zusammengeführt und unter der Marke Steelco vermarktet werden. Damit geht laut Miele-Pressemitteilung einher, „dass die Sterilisatoren und Containerwaschanlagen der Miele Gruppe künftig komplett bei Steelco produziert werden“. Für das Miele-Werk in Bürmoos bei Salzburg mit 270 Beschäftigten bedeutet dies, dass die Produktion dieser Gerätegruppen 2018 schrittweise ausläuft. Bis zu 80 Arbeitsplätze könnten davon betroffen sein. Miele kündigte bereits Gespräche mit dem Betriebsrat an, um den Beschäftigten Arbeitsplätze an anderen Standorten der Miele-Gruppe anzubieten - wenn die Bereitschaft zum Umzug bestehe und die Qualifikation passe. Das Werk Bürmoos wird als Komponentenwerk für Schalterblenden, Körbe und Einsätze sowie Spülräume fortgeführt, heißt es.

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