Sturmtief: Mann in Brilon von Baum erschlagen
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In NRW hat am Mittwoch das Sturmtief „Sebastian“ gewütet. In Brilon kam ein Mann ums Leben, der von einem umstürzenden Baum erschlagen wurde.
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Eine etwa 20 Meter hohe Fichte fiel auf ihn. Der Bauleiter fand den Mann und alarmierte den Rettungsdienst, teilte die Polizei mit. Die Bergung gestaltete sich wegen des starken Windes sehr schwierig. Ein weiterer Baum fiel um.

In Münster wurde eine Frau wurde durch eine zersplitternde Glastür verletzt. Der Wind erfasste Dachziegel und entwurzelte Bäume. Autos wurden beschädigt. Auch im Kreis Steinfurt gingen viele Anrufe bei der Polizei ein. Zwei Frauen wurden bei einem Aquaplaning-Unfall verletzt. In der Gemeinde Lotte stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus.

Schienenverkehr eingeschränkt

"Sebastian" richtete am Mittwoch auch in anderen Teilen des Landes Schäden an Autos und Gebäuden an. Neben Bäumen fielen Werbetafeln, Bauzäune und Wahlplakate um. Auch Telefonleitungen wurden beschädigt.

Auf Straßen und einer Reihe von Schienenwegen war Geduld gefragt. "Sebastian" behinderte den Fernverkehr der Deutschen Bahn. Nach Auskunft eines Unternehmenssprechers waren mehrere IC-Linien betroffen. So konnte der Intercity von Köln nach Norddeich am Nachmittag wegen Sturmschäden in Niedersachsen nicht fahren. Auch Fernverkehrsverbindungen durch das Ruhrgebiet über Münster in Richtung Hamburg und Ostsee waren betroffen. Zum Teil wurden Züge in Dortmund abgestellt, andere IC wurden über Hannover umgeleitet.

Bis zu 100 km/h schnelle Böen 

Ein Streckenstück bei Drensteinfurt im Münsterland war wegen eines umgefallenen Baumes zeitweise nur eingleisig befahrbar.

Laut Deutschem Wetterdienst musste in NRW den ganzen Mittwoch über mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Im Aachener Raum, Münsterland, Ostwestfalen und in den Gipfellagen von Rothaargebirge und Eifel waren laut Prognose Böen von bis zu 100 Stundenkilometern möglich.

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