Tote Kinder: Lebensgefährtin weiter in U-Haft
Freunde der in Dortmund ums Leben gekommenen Kinder trauern am Samstag vor der ausgebrannten Wohnung. Die Staatsanwaltschaft gab nach der Obduktion der Leichen bekannt, dass die Kinder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind.

Derzeit sei noch nicht absehbar, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten. Es müssten noch weitere Zeugen vernommen werden. Auch die kriminaltechnischen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

Hauptverdächtige ist weiterhin die 29-jährige Freundin des Vaters, die die Tötung der Kinder jedoch abstreitet. Die Frau, gegen die am Wochenende Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung ergangen war, sitzt weiter in Untersuchungshaft. Gegen den 41 Jahre alten Vater besteht kein Tatverdacht. Die leibliche Mutter der Kinder war vor knapp drei Jahren bei einem Unfall im Sauerland gestorben.

Die Leichen eines vierjährigen Jungen und seiner zwölf Jahre alten Schwester waren am Freitagmorgen nach einem Feuer in der Wohnung der Familie in der nördlichen Dortmunder Innenstadt gefunden worden. Der zehnjährige Bruder der beiden starb wenig später im Krankenhaus. Die Obduktionen hätten ergeben, dass alle durch "äußere Gewalteinwirkung" starben, so die Staatsanwältin. Nähere Angaben zur Todesursache wollte sie nicht machen. Die Leichen der Kinder seien mittlerweile nach Abschluss der Untersuchungen freigegeben worden. Über die Beerdigung müsse nun die Familie entscheiden.

Es brannte bereits im Februar

Bereits im Februar dieses Jahres hatte es bei der Familie gebrannt. Damals hatten die Ermittler zündelnde Kinder verantwortlich gemacht. Die Wohnung im Obergeschoss desselben Mietshauses wurde verwüstet. Die obdachlos gewordene Familie fand im Erdgeschoss des Hauses Unterschlupf. Dort ereignete sich nun die Tragödie. Eine Sprecherin der Stadt Dortmund sagte den „Ruhr Nachrichten“, die Familie sei dem Jugendamt bekannt gewesen.

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  Timo Tasche, Marl 05.08.2012 00:23:55
Eine schreckliche Tragödie. Tiefes Beileid für die Verwandten und Gedenken für die armen Kinder die ihren nächsten Geburtstag nicht mehr erleben durften. Dank eines Täters der skrupellos und unbarmherzig vorgegangen ist. Gott liebt alle Menschen. Kann man das noch glauben? Gruß von Timo Tasche aus Marl .
  Heike Siebert, Damme 05.08.2012 21:42:33
Timo, genau wegen diesen unglaublich gewalttätigen Menschen, gerade bei Gewalt an Kindern, habe ich schon lange den Glauben verloren. Wo hat denn der "liebe Gott" seine angeblich schützende Hand über die Kinder? Unschuldige Kinder, die ihr Leben noch vor sich haben müssten und nie wieder lachen können. Dem Vater der Kinder wünsche ich ganz viel Kraft diese Zeit zu überstehen. Liebe Grüße
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