Westfalen-Ausstellung neu gestaltet
Um Gegensätze und Toleranz dreht sich der dritte Schwerpunkt der Westfalen-Ausstellung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Hier erzählen jetzt Exponate und deren Inszenierung von Heimat und Fremde. Es geht um Flüchtlinge und Zwangsarbeit, um lebendigen Katholizismus, mildtätigen Pietismus und religiöse Vielfalt.

Mit den Preußen kam ab 1815 auch der Protestantismus ins katholisch geprägte Westfalen. Das war nicht konfliktfrei. Heute reichen die Ausdrucksformen religiöser Vielfalt von Wallfahrtsbräuchen Vertriebener und Aussiedler bis zu bunten Prozessionen rund den großen Hindu-Tempel in Hamm.

Zuwanderer, Flüchtlinge und Gastarbeiter haben die westfälische Gesellschaft in den vergangenen 200 Jahren entscheidend geprägt. Im Aufnahmelager Unna-Massen fanden in sechs Jahrzehnten 2,5 Millionen Menschen eine erste Bleibe. Im ostwestfälischen Espelkamp entstand für Vertriebene und Zuwanderer eine neue Stadt. Auch Westfalen verließen ihre Heimat und begannen ein neues Leben in der Ferne. In den USA zeugen acht „Westphalias“ von westfälischen Stadtgründungen.

Am Sonntag, 10. Januar, findet von 11 bis 12.30 Uhr die erste öffentliche Führung durch die neugestaltete Ausstellung statt. Es wird ein Kostenbeitrag von drei Euro (zuzüglich Eintritt) erhoben. 

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