Westfalen stopft digitalen Flickenteppich
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Chancen der Digitalisierung für Westfalen ausgelotet: (v. l.) Engelbert Rauen (Regionalrat Münster), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin Münster), Hans-Josef Vogel (Regierungspräsident Arnsberg), Hermann-Josef Droege (Regionalrat Arnsberg), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin Detmold) und Reinold Stücke (Regionalrat Detmold) am Freitag bei der Tagung in Bad Sassendorf.
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Dort tagten die Regionalräte der drei westfälischen Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster zum Thema Diditalisierung.

Es war die nach der Premiere im Februar 2016 in Münster lang erwartete zweite gemeinsame Sitzung der westfälischen Regionalräte. Nachdem sich die Westfalen in Münster mit einem eher abstrakten Zehn-Punkte-Plan zur Förderung einer „mittelstandsgeprägten Wachstumsregion“ beschäftigt hatten, ging es diesmal um „passgenaue regionale Strategien zur Digitalisierung“, wie es der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel (CDU) ausdrückte.

Für den Ende August ins Amt eingeführten Chef der Bezirksregierung Arnsberg müssen zu derartigen Regionalstrategien künftig unter anderem kostenloses WLan auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden sowie Schul-Clouds zählen, die „als niedrigschwelliger Zugang zu digitalen Unterrichtsinhalten bereits entwickelt worden sind und aktuell erprobt werden.“

Der 61-jährige Vogel lenkte das Augenmerk der westfälischen Regionalräte auf das im Regierungsbezirk Arnsberg gestartete Projekt „Smart Service Power“, dessen Ergebnisse ein selbstständiges Leben bis ins hohe Alter leichter machen sollen.

Die Digitalisierung darf nicht nur in den Ballungsräumen stattfinden, sondern muss auch in den ländlichen Gebieten massiv vorangetrieben werden. Das ist für Hermann-Josef Droege, Vorsitzender des Regionalrats Arnsberg, ein Gebot zur Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen, auf die „unsere Mitbürger schlicht einen Anspruch haben.“

Wie ein vernetztes Dorf Hilfen bieten kann und ein Web-Kaufhaus vor Ort funktioniert, lesen Sie in der Wochenendausgabe des „Glocke“ vom 11./12. November.

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