Wohnung der Zukunft denkt für Nutzer mit
Bild: Evers
Ein Display an der Haustür gibt den Kogni-Home-Bewohnern zahlreiche Hinweise: Eine Kamera zeigt Projektkoordinator Dr. Thorsten Jungeblut – wie bei einem Türspion – , wer vor der Eingangstür steht. Darüber hinaus gibt es Informationen zum aktuellen Wetter und dem Busfahrplan. Zudem zeigt das Display an, ob Kochplatten oder Backofen ausgeschaltet sind.
Bild: Evers

Gemeinsam mit 14 Partnern aus der Industrie – darunter der Gütersloher Haushaltsgerätehersteller Miele – zeigt die Uni in einer Musterwohnung, was heute schon technisch möglich ist und was in nicht allzu ferner Zukunft Standard werden könnte.

Praktisch ist schon die Ankunft im Kogni-Home (zu deutsch: mitdenkende Wohnung): Die Eingangstür öffnet sich automatisch, auf dem Display wird der die Ankommende begrüßt: „Hallo Katharina, schön, dass Du wieder zuhause bist! Du hast fünf Sprachnachrichten und eine neue Mail.“ „Durch Signalgeber erkennt das System jeden Bewohner und stellt sich genau darauf ein“, erklärt der Projektkoordinator Dr. Thorsten Jungeblut.

Roboter transportiert Wasserkiste zum gewünschten Stellplatz

Kogni-Home erleichtere jedem Bewohner das Leben. Ganz besonders können davon aber Personen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen profitieren. „Gerade für diese Menschen ist ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung besonders wichtig“, sagt Prof. Dr. Günther Wienberg. Er ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Sie sind einer der 14 Projektpartner.

Praktisch ist die Service-Klappe direkt neben der Eingangstür. Mitarbeiter von Getränkediensten können die Klappe auch in Abwesenheit der Bewohner öffnen und etwa eine Wasserkiste einstellen. Ein Roboter fährt die Kiste dann vollautomatisch an den gewünschten Stellplatz in der Küche.

Hilfe beim Kochen dank Kameras und Sensoren

Auch beim Kochen wird den Bewohnern an zahllosen Stellen geholfen: Die Arbeitsfläche wird je nach Nutzer auf die passende Höhe gefahren. Kameras und Sensoren helfen bei allen Schritten der Zubereitung: von Rezeptvorschlägen übers Wiegen der Zutaten bis hin zur Auswahl der richtigen Kochstufe.

„Uns war wichtig, die Zahl der Kameras und Sensoren so klein wie möglich zu halten“, sagt Jungeblut. Die Bewohner sollen sich nicht beobachtet, gar durchleuchtet oder überwacht fühlen. Deswegen werden in der Wohnung auch keine Daten ins Internet gegeben. Und: Räume wie das Badezimmer oder das Schlafzimmer kommen auch in der Wohnung der Zukunft g

SOCIAL BOOKMARKS