Zeugnisse für westfälische Bundestagsabgeordnete

Die überparteiliche Internetplattform Abgeordnetenwatch.de gibt Bürgern die Möglichkeit, Parlamentarier öffentlich zu befragen. Jetzt hat sie Noten an die Bundestagsabgeordneten verteilt.

Mit dieser Bestnote wurde von den heimischen Parlamentariern der Gütersloher Abgeordnete Ralph Brinkhaus (CDU) bedacht. Er beantwortete 31 von 32 Fragen. Parlamentskollege Klaus Brandner (SPD) aus Verl erhielt die Note drei (15 von 19 Fragen beantwortet), Heiner Kamp (FDP) die Note zwei (13 von 15). Ein „Ungenügend“ handelte sich Lena Strothmann (CDU) aus Gütersloh ein. Sie gab auf 16 Fragen nicht eine Antwort.

Genauso schlecht schnitt im Nachbarkreis Warendorf der Westkirchener Reinhold Sendker (CDU) ab. Alle vier Bürger-Fragen ließ der Christdemokrat unbeantwortet.

Sendker antwortet allerdings - wie andere Abgeordnete auch - nicht über das Portal Abgeordnetenwatch.de.  In einer Standard-Antwort auf der Internet-Seite bezeichnet er den persönlichen und direkten Kontakt mit dem Bürger als sehr wichtig. Der Fragesteller solle sich lieber direkt an ihn wenden und bekomme dann auch eine persönliche Antwort. 

Eine glatte Sechs gab es insgesamt für elf westfälische Bundestagsabgeordnete. Weil sie keine der an sie gerichteten Fragen beantworteten, erhielten auch Bundestagspräsident Norbert Lammert aus Bochum sowie Philipp Mißfelder aus Recklinghausen ein „Ungenügend“.

Am meisten zu tun hatte in Westfalen die SPD-Politikerin Ingrid Arndt-Brauer aus dem Kreis Steinfurt. Sie antwortete in diesem Jahr bislang auf 33 Fragen, die ihr interessierte Bürger gestellt haben.

Die überparteiliche Internetplattform abgeordnetenwatch.de wurde 2004 ins Leben gerufen, um Bürgern die Möglichkeit zu geben, Abgeordnete öffentlich zu befragen. Darüber hinaus veröffentlicht das mehrfach preisgekrönte Portal das Abstimmungsverhalten und die Nebentätigkeiten von Politikern.

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