Elegant mit und ohne Stoffmütze
Bilder: Mercedes
Die wohl schönste Art, eine E-Klasse zu fahren – ist die im neuen Cabrio. Das ist länger und breiter als das bisherige Modell geworden, trägt stets den Zentralstern im auffälligen Grill und serienmäßig mindestens 17 Zoll große Leichtmetallfelgen.
Bilder: Mercedes

Genau wie die „Schlusslicht-Inszenierung“. Je nachdem, ob man sich dem Auto nähert oder sich entfernt, wird man nach Betätigung der Fernbedienung durch eine Lichtsequenz der LED-Rücklichter „begrüßt“ oder „verabschiedet“.

Bei den ersten Ausfahrten, zu denen Mercedes in die Region rund um den Mont Blanc eingeladen hatte, grüßt die Sonne. Und zwar derart intensiv, dass sich Fahrer und Beifahrer angesichts von 34 Grad erst einmal die Frage „offen oder geschlossen?“ stellen. Geklärt werden kann das dann aber auch während der rund dreistündigen Tour, weil das Öffnen und Schließen des mehrlagigen Stoffverdecks bis Tempo 50 möglich und nur eine Sache von jeweils 20 Sekunden ist. W

ährend der Fahrt mit geschlossenem Dach durch den Mont Blanc-Tunnel und bei entsprechender Lkw-Geräuschkulisse wird schnell deutlich, dass der Begriff „Akustik-Verdeck“ nicht zu hoch gegriffen ist. Es ist angenehm leise im Innenraum mit den beiden unter einer Glasabdeckung liegenden (und Aufpreis kostenden) 12,3-Zoll-Monitoren und den formschönen Lüftungsdüsen in Turbinenoptik. Hinten sitzt man ganz gut. Zumindest bei geschlossenem Dach oder bei nicht allzu hohem Tempo unter freiem Himmel. Durch das Aircap genannte Windschottsystem, das aus einem unauffällig in den Dachrahmen integrierten elektrischen Lamellenmodul sowie einem hinter den Fondsitzen platzierten elektrischen Windschott besteht, werden die Passagiere in der zweiten Reihe deutlich weniger Verwirbelungen ausgesetzt. Gänzlich erspart bleiben sie ihnen aber selbstverständlich nicht.

Neu ist die Sitzheizung für die beiden hinteren Plätze, praktisch das Rollo, das das nach dem Öffnen dort abgelegte (und möglicherweise nasse) Verdeck vom restlichen Kofferraum trennt. Dieser bietet dann noch ein Volumen von 310 Liter, bei geschlossenem Verdeck sind es 380. Die Rücksitze lassen sich jetzt im Verhältnis von 50:50 umlegen, was eine Durchlade ermöglicht. Wer mit Cabrio und Fahrrädern in den Urlaub will, kann nun auch eine Anhängerkupplung (996 Euro) ordern.

Das Cabrio der E-Klasse ist halt nicht nur ein schönes, sondern auch ein alltagstaugliches Auto. Und kein Schnäppchen. Bei einem Einstiegspreis von 54 228 Euro wird die 70 000-Euro-Grenze ganz schnell erreicht.

 

 

Daten & Fakten

Das Modell:

4-sitziges Cabrio. Nach Limousine, T-Modell (Kombi), All-Terrain (Kombi in SUV-Optik) und Coupé fünfte Karosserievariante der E-Klasse.

In Maßen: Radstand 2,87 m, Kofferraumvolumen 385 l (bei geöffnetem Verdeck 310 l), Leergewicht (fahrfertig) zwischen 1832 und 1975 kg, Luftwiderstandsbeiwert Cw 0,29.

Deutlich gewachsen: Im Vergleich zum bisherigen Modell änderten sich: Länge + 12,3 cm, Breite + 7,4 cm, Radstand + 11,3 cm, Spurbreite vorne + 6,7 cm und + 6,8 cm hinten. Schalten & walten: Ausschließlich mit neunstufiger Automatik 9G-Tronic.

Was ist drin? 17-Zoll-Leichtmetallfelgen (E400 4Matic 18 Zoll, gegen Aufpreis gibt es Felgen bis 20 Zoll), 2-Zonen-Klimaautomatik, Audio 20 USB (onlinefähiges Multimediasystem), LED-High-Performance-Scheinwerfer, Agility Control Fahrwerk mit selektiver Dämpferanpassung und Tieferlegung um 15 Millimeter, Polster Ledernachbildung (Leder ab 2130 Euro).

Neu an Bord: Erstmals ist das E-Klasse Cabrio mit Allradantrieb zu haben. Und zwar in den V6-Modellen E350 d 4Matic (Diesel) und E400 4Matic (Benziner). Die neuerdings beheizbare Fondsitzanlage ist jetzt im Verhältnis 50:50 teilbar. Das Verdeck: Mehrlagiges Stoffverdeck (vier Farben erhältlich). Es lässt sich auch während der Fahrt (bis Tempo 50) in jeweils 20 Sekunden schließen oder öffnen.

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