Toyota C-HR wird garantiert auffallen
Bild: Toyota
Schluss mit langweilig: Toyota bläst mit dem C-HR zur Designoffensive. Der 4,36 Meter lange Japaner hat einen beachtlichen Lufteinlass, eine laut Hersteller „hochgezogene Nase“ und sehr große Scheinwerfer, die bis in die auffällig ausgestellten Radhäuser reichen.
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Von langweilig oder bieder kann beim 4,36 Meter langen C-HR anders als bei den Toyota-Modellen der vergangenen Jahre keine Rede mehr sein. In der Frontansicht fallen der riesige und trapezförmige Lufteinlass auf, die laut Toyota „hochgezogene Nase“ und die großen Scheinwerfer, die sich bis in die extrem ausgestellten Radhäuser ziehen.

Die Griffe der hinteren Türen sucht man zunächst vergeblich und findet sie dann ganz oben in der breiten C-Säule versteckt. Die Dachlinie fällt leicht nach hinten ab, die Heckscheibe unter dem Dachkantenspoiler steht äußerst flach zwischen den auffälligen, großen und aufgesetzten Rückleuchten.

Innen fällt der Blick auf den 8-Zoll-Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole des Testwagens, die Materialien wirken durchweg hochwertig, die umlaufende blaue Hinterleuchtung betont die Breite. Die Sitze vorne sind langstreckentauglich, die Passagiere in der zweiten Reihe gut untergebracht. An Kopffreiheit mangelt es dort trotz der abfallenden Dachlinie nicht. Wohl aber an Licht. Vor allem dann, wenn die kleinen Fensterflächen auch noch mit abgedunkeltem Glas ausgerüstet sind.

Zwei Motorisierungen stehen zur Wahl: Ein 1,2-l-Turbobenziner mit 116 PS sowie das Hybridmodell, bei dem es ein 1,8-l-Benziner (98 PS) und der 72 PS starke E-Motor auf eine Systemleistung von 122 PS bringen. Toyota ist davon überzeugt, dass sich immerhin 70 Prozent der Kunden für den Hybriden entscheiden, der allerdings während erster Ausfahrten weniger überzeugte. Das mag an dem stufenlosen Automatikgetriebe (das muss man schon mögen) gelegen haben, aber auch an den nur 142 Nm Drehmoment.

Der als Handschalter 3000 Euro günstigere Benziner bietet zwar auch nur 185 Nm, aber die besseren Fahrleistungen (190 statt 170 km/h Höchstgeschwindigkeit). Einen Diesel hat Toyota nicht im Angebot – es gebe keine Nachfrage. Die Konkurrenten Nissan (beim Qashqai) oder Opel (beim Mokka X) sehen das allerdings völlig anders.

 

 

DATEN & Fakten

Das Modell:

Fünftüriger, fünfsitziger Crossover.

In Maßen: Länge/Breite/Höhe 4,36/1,80/1,57 m, Radstand 2,64 m, Kofferraum 377 l. Motorisierungen: 1,2-l-Vierzylinder-Turbobenziner, 6-Gang-Schaltung (Allrad mit Automatik), 116 PS, 185 Nm bei 1500 U/min, Spitze 190 km/h, 0-100 km/h in 10,9 Sekunden, Normverbrauch 5,9 (6,3) l/100 km, 135 (143) g CO2/km, ab 21 990 (27 690) Euro.

Hybridantrieb: 1,8-l-Vierzylinder-Benziner, stufenlose Automatik, Gesamtleistung 122 PS, 142 Nm, 170 km/h, 11,0 Sekunden, 3,8 l/100 km, 86 g/km, ab 27 390 Euro. Was ist drin? Sinnvolle Wahl ist das zweite Ausstattungsniveau „Flow“ (Benziner ab 24 390 Euro, Hybrid ab 27 390 Euro) mit zum Beispiel 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, 2-Zonen-Klimaautomatik, 4,2-Zoll-Farbdisplay, Digitalradio DAB+.

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