Autos nach mutmaßlichem Rennen sichergestellt
Foto: Eickhoff
In dieses Auto krachte der Unfallfahrer, der mutmaßlich am 8. Januar abends an einem Autorennen auf der B 61 teilgenommen haben soll, mit seinem Audi A6.
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Die Ermittlungen und die Auswertung der Gegenstände dauerten an.

Am 8. Januar, einem Freitag, hatte ein 26-jähriger Gütersloher auf der B 61 an der Kreuzung mit dem Sandbrink gegen 22 Uhr das Rotlicht der Ampel missachtet und war mit seinem Audi A6 in die Seite eines Audi A4 Avant gekracht, dessen 37-jähriger Fahrer aus dem Sandbrink kam und auf die B 61 abbiegen wollte. Bei dem Unfall wurden beide Fahrer schwer verletzt. Sie wurden in Krankenhäuser gefahren. Lebensgefahr bestand nicht.

Die Autos waren nicht mehr fahrbereit. Den Schaden bezifferte die Polizei auf gut 15 000 Euro. Führerschein und Auto des 26-Jährigen wurden sichergestellt. Das Auto des 37-Jährigen war noch in den Gegenverkehr geschleudert und mit einem Ford eines 44-Jährigen aus dem Landkreis Osnabrück kollidiert.

Im Zuge der Unfallaufnahme und der Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass der 26-jährige Audi-Fahrer zuvor an einem Autorennen teilgenommen hatte. Zeugen berichteten von einem dunklen BMW, ersten Angaben nach besetzt mit mindestens drei Personen, der aus Richtung Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Bielefeld parallel zu dem Audi des 26-Jährigen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren sei. Nach dem Unfall auf Höhe des Sandbrink soll der Fahrer des BMW gewendet haben und in Richtung Rheda-Wiedenbrück davon gefahren sein. Am 11. Januar startete die Polizei einen weiteren Zeugenaufruf.

Nach Hinweisen auf den BMW beantragte das ermittelnde Verkehrskommissariat Durchsuchungsbeschlüsse. Sie wurden vorige Woche genehmigt und umgesetzt – mit dem Ergebnis, dass jetzt drei Autos und vier Mobiltelefone sichergestellt wurden.

Immer wieder gibt es Beschwerden von Anwohnern wegen überhöhter Geschwindigkeiten, mutmaßlicher Autorennen und Lärm auf der B 61. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Stadt zwei stationäre Messstellen am West- und am Nordring eingerichtet hat.

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