CDU gewinnt Wahl in Sachsen-Anhalt
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Zufriedene Gesichter beim CDU-Spitzenkandidaten Reiner Haseloff und seiner Frau Gabriele. Die CDU erhielt nach ersten Angaben mehr als 32 Prozent der Stimmen.
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Rechnerisch möglich wäre nach den ersten Hochrechnungen zwar auch ein rot-rotes Bündnis. Dieses lehnte die SPD aber unmittelbar nach Schließen der Wahllokale ab, weil die Linke stärker ist und sie nicht die Rolle des Juniorpartners übernehmen will. Die Grünen feierten nach 13 Jahren die Rückkehr in den Landtag. Die FDP flog mit einem ihrer schlechtesten Ergebnisse in Sachsen-Anhalt überhaupt raus. Die rechtsextreme NPD scheiterte ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde.

Wahlbeteiligung steigt auf über 50 Prozent

Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF kam die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Reiner Haseloff auf 32,6 bis 33,1 Prozent und verlor damit mehr als 3 Punkte im Vergleich zu 2006. Die Linke mit Fraktionschef Wulf Gallert an der Spitze verlor leicht und erzielte rund 23,5 Prozent. Die SPD mit ihrem Kandidaten Jens Bullerjahn erreichte 21,3 bis 21,5 Prozent und schnitt damit ähnlich ab wie 2006. Die Grünen kehrten mit 6,7 bis 6,9 Prozent in den Landtag zurück. Keine Chancen hatte die FDP mit 3,7 bis 3,9 Prozent. Nach den Hochrechnungen erhält die CDU im neuen Landtag 38 Sitze (bisher: 39). Die SPD stellt 24 bis 25 Abgeordnete (bisher: 24), die Linke 27 bis 28 (bisher: 25) und die Grünen 8 Abgeordnete (bisher: 0). Die FDP verfügte bislang über 7 Mandate. Die Wahlbeteiligung, die zuletzt mit 44,4 Prozent so niedrig wie nie zuvor bei einer Landtagswahl in Deutschland gewesen war, lag dieses Mal nach den Prognosen über 50 Prozent.

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