Gerry Weber sucht jüngere Kundinnen
Der Textilkonzern Gerry Weber - das Bild zeigt den Unternehmensgründer Gerhard Weber - kauft das Münchner Modeunternehmen Hallhuber.

Mit dem Zukauf von der Beteiligungsfirma Change Capital Partners eröffne sich Gerry Weber „ein attraktives, jüngeres Damenmodesegment“, teilte das Unternehmen gestern in Halle/Westfalen mit. Hallhuber sei interessant für Kundinnen ab Mitte 20.

Der Zukauf solle bereits im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 (Stichtag 31.10.2015) einen Beitrag zum Gewinn leisten. Der – nicht genannte – Kaufpreis werde voraussichtlich durch die Aufnahme langfristiger Fremdmittel finanziert, dennoch soll die Eigenkapitalquote von Gerry Weber auch nach der Akquisition deutlich über 50 Prozent liegen. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

2014 erwartet Hallhuber der Mitteilung zufolge einen deutlichen Anstieg des Umsatzes auf 140 Millionen Euro. Hallhuber betreibt derzeit mit 1500 Mitarbeitern 94 eigene Geschäfte und zwölf Outlets in sechs Ländern und macht 82 Prozent der Umsätze in Deutschland. Gerry Weber (5000 Mitarbeiter) hat 2012/13 einen Umsatz von 852 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 105 Millionen Euro verbucht.

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