Kaunitzer Gruppe gibt Halt und Hoffnung
Bild: Ebbesmeyer
Seit zehn Jahren trifft sich der Gebetskreis in der Marienkirche – so auch am vergangenen Mittwoch, hier mit (vorn v. l.) Joachim Cruse, Gisela Wendt, Karolin Folkers und Arthur Springfeld.
Bild: Ebbesmeyer

Auch das haben Menschen über den gesamten Globus verteilt getan. In Kaunitz treffen sie sich allerdings heute noch.

Anlässlich des zehnten Jahrestags der Terroranschläge bietet die Kolpingsfamilie Verl-Sürenheide zusammen mit dem Gebetskreis für den Frieden, der seit zehn Jahren regelmäßig jeden Mittwoch um 19.15 Uhr in der Marienkirche in Kaunitz für den Frieden betet, eine Nacht des „Bibellesens für den Frieden“ an. Beginn ist am morgigen Samstag, um 15 Uhr im Pfarrheim St. Judas-Thaddäus. Die Aktion endet tags darauf um 9.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier, gestaltet als Familiengottesdienst.

 „Da trifft sich eine Gemeinschaft, die etwas bewegen will“, sagt Diakon Arthur Springfeld und meint damit zunächst den Kaunitzer Gebetskreis. Natürlich könne man so anderen Völkern keinen Frieden bringen, sagt er. „Aber man verändert sich selbst.“ Man gehe mit anderen anders um. „Deshalb glauben wir, dass es viel mehr ist als nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Weitere Informationen erhalten Interessenten bei Arthur Springfeld unter 05246/6964.

Aus den Terroranschlägen in den USA ist tausende Kilometer weit weg eine ökumenische Gruppe gewachsen, die es auch zehn Jahre danach noch vermag, einmal wöchentlich Dutzenden eine Stütze, ein Ort des Erinnerns oder was auch immer zu sein. „Die Atmosphäre ist so vertraut, dass auch viel Persönliches mit einfließt“, sagt Springfeld. Erstaunlich sei auch die breite Palette: zum einen an Menschen, die sich dort einfänden, zum anderen an Inhalten, die eingebracht würden.

Hinsichtlich des tagesübergreifenden Bibellesens ist Springfeld „sowas von gespannt“. Man fange bei Adam und Eva an und arbeite sich dann weiter vor. Vor zähen Beiträgen braucht sich niemand zu fürchten: Solche wollen die Aktiven aussparen. „Es ist ein Angebot von Laien für Laien“, erklärt der Diakon, der auch auf viele nächtliche Zuhörer hofft.

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