Malteser räumen ihren Rettungswagen aus
Bild: Alexander Licht
Das Foto für die Tetris-Challenge: Patientin Janine Krullmann gehört ebenso dazu wie die Besatzung des Rettungswagens, Lina Gerdwilker und Daniel Wurms.
Bild: Alexander Licht

Sie wurden davor ausgebreitet und samt Besatzung und Patientin von einem Fotografen abgelichtet.

Kanülen, Infusionsbeutel, Klebeband, aber auch ein EKG-Gerät, die Sauerstoffflaschen und die Trage mussten aus ihrer Verankerung oder aus ihren Schubladen geholt und auf Papier ordentlich drapiert werden. Gut 90 Minuten benötigten die etwa ein Dutzend Helfer dafür, die Papierrollen auszulegen, das Fahrzeug in der Halle an der Werner-von-Siemens-Straße zu parken und leerzuräumen.

Für den besonderen Tag hatten die Malteser den Fotografen Alexander Licht aus Münster engagiert, der den Rettungsdienstlern Tipps gab, wie man das perfekte Bildmotiv aufstellt und ausleuchtet. So gehörte eine (geschminkte) Patientin wie Janine Krullmann ebenso dazu wie die Besatzung Lina Gerdwilker und Daniel Wurms. Erst dann stieg der Fotograf in die Box, um sich mit einem Gabelstapler einige Meter in die Höhe fahren zu lassen. Anschließend hieß es: Licht an, Blaulicht an und den Auslöser drücken.

Bei der Tetris-Challenge handelt es sich um einen weltweiten Trend für Polizei, Rettungsdienste, THW oder auch Militärs. Sie breiten ihre Ausrüstung auf dem Boden aus und lassen sich damit fotografieren. Ausgelöst hatte den Hype in den sozialen Netzwerken die Kantonspolizei Zürich. Am 1. September hatte sie auf ihrem Instagram-Kanal ein Luftbild veröffentlicht und gezeigt, welche Utensilien in einem Streifenwagen mitgeführt werden. Dieses Foto löste gleichsam einen Virus aus, immer mehr Rettungsdienste und andere Organisationen stellten ein solches Foto mit ihrer fein säuberlich ausgelegten Ausrüstung neben dem Einsatzfahrzeug nach. Der Name Tetris-Challenge geht zurück auf ein Videospiel, bei dem herunterfliegende Blöcke möglichst platzsparend aufgeschichtet werden mussten.

Im Anschluss wurde von dem Fotografen der eigentliche Auftrag ausgeführt: Bilder ohne Patient und Besatzung für die Öffentlichkeitsarbeit der Malteser. Unter dem Stichwort „1800 Dinge, die dein Leben retten“ soll das Plakat beim Tag der offenen Tür eingesetzt und an Agenturen verschickt werden.

Erst als alle Bilder auf der Speicherkarte und der Fotograf zufrieden mit seiner Ausbeute war, lud Thorsten Heß die Akteure um 13.10 Uhr zum gemeinsamen Frühstück ein. Passend zum Technik-Dienstag, an dem die Malteser wöchentlich ein Bild ihrer Fahrzeuge oder Ausrüstung bei Facebook online stellen.

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