Marco Diethelm ist Kandidat der CDU
Wollen gemeinsam dafür sorgen, dass der Nachfolger von Jürgen Lohmann von der CDU kommt: (v. l.) Fraktionschef Bernhard Petermann, Kandidat Marco Diethelm und Parteichef Thomas Freitag.

Nach ihren Angaben haben sich die Vorstände der CDU in Herzebrock und Clarholz sowie des Gemeindeverbands einstimmig für Marco Diethelm ausgesprochen. Der Kandidat, der noch von den CDU-Mitgliedern im Januar offiziell nominiert werden muss, berichtete, er sei durch sein Amt als stellvertretender Bürgermeister auf den Geschmack gekommen. Die Termine, die er in dieser Funktion wahrnehme, überhaupt die Kommunikation mit den Menschen, das alles mache ihm viel Spaß. „Ich habe gemerkt, dass mir das liegt, und würde das gern vertiefen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass man in einer kleinen Gemeinde als Bürgermeister noch viel bewegen kann.“

Auf sein Alter und seine Unerfahrenheit angesprochen, sagte Marco Diethelm: „Natürlich ist das Amt mit 27 eine Herausforderung. Ich traue mir das aber zu.“ Durch sein Studium und die Leitung seines kleinen Finanzdienstleistungsbetriebs sieht er sich auf die Aufgabe gut vorbereitet. Außerdem betonte er: „Es ist ja auch so, dass Jürgen Lohmann die Verwaltung in die passende Richtung geführt hat. Da muss in den nächsten ein, zwei Jahren nicht viel geändert werden. Das gibt Zeit, um sich einzuarbeiten.“

Gewählt wird der Nachfolger von Jürgen Lohmann (CDU), der aus Altersgründen nicht mehr antritt, voraussichtlich am 13. September 2015. Bei mehr als zwei Kandidaten ist zudem eine Stichwahl 14 Tage später denkbar. Die Union ist die erste und bislang einzige Partei in Herzebrock-Clarholz, die den Namen ihres Bewerbers genannt hat.

Thomas Freitag und Bernhard Petermann berichteten, die CDU befasse sich seit einem Jahr mit dem Thema Bürgermeisterkandidat. Anfangs habe die Union auch mit anderen Parteien über einen gemeinsamen Bewerber gesprochen. Auch sei über Kandidaten von außerhalb nachgedacht worden. Zuletzt hätten CDU-intern drei Namen in der engeren Auswahl gestanden. Freitag sagte: „Wir haben uns für die fähigste Person entschieden. Und uns war die Heimatverbundenheit sehr wichtig.“

Petermann äußerte: „Es geht nicht nur um Fachkompetenz. Der Kandidat muss in den Ort passen.“ Weiter sagte er mit Blick auf Diethelm: „Es ist ein Vorteil, dass er jung ist. So bleibt er uns lange erhalten.“ Der Gedanke, den 27-Jährigen mit der Kandidatur zu betrauen, sei gereift, nachdem sich gezeigt habe, wie gut er sich als stellvertretender Bürgermeister mache.

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